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Politik im Rest der Welt UN bereiten sich auf neue Massenflucht vor
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14:29 13.09.2018
Syrische Soldaten halten Männer zurück, die in die Schlange für Lebensmittelhilfen drängen wollen. Quelle: Friedemann Kohler/dpa
Genf

Vor der befürchteten Regierungsoffensive im letzten großen Rebellengebiet Idlib in Syrien stellen sich die Vereinten Nationen auf eine neue Massenflucht ein. 900.000 Menschen könnten betroffen sein, sagte der humanitäre Koordinator der Vereinten Nationen, Panos Moumtzis. „Wir hoffen das Beste, bereiten uns aber auf das Schlimmste vor.“

Die Regierung hatte in der Region im Nordwesten des Landes in den vergangenen Wochen ihre Truppen zusammengezogen. Sie will - mit Unterstützung ihrer Schutzmacht Russland - nach eigenen Angaben das ganze Land wieder unter ihre Kontrolle bringen. In der Region ist die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbundene Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS) sehr stark, die sich früher Al-Nusra-Front nannte. Nach Angaben des UN-Syrienvermittlers Staffan de Mistura hat die Gruppe rund 10.000 Kämpfer in Idlib.

Bemühungen für eine friedliche Lösung

Bei einem Treffen der humanitären Taskforce in Genf habe ein russischer Diplomat zugesichert, es werde alles getan, um noch eine friedliche Lösung zu finden, sagte Moumtzis. Gleichwohl bereiteten sich die humanitären Helfer aber auf alle Eventualitäten vor - auch auf den Einsatz von Giftgas. Die UN hätten bereits die GPS-Koordinaten von 235 Krankenhäusern, Schulen, Nahrungsmittellagern und Flüchtlingscamps an alle Konfliktbeteiligten kommuniziert und hoffen damit zu verhindern, dass sie Ziel von Angriffen werden.

Von RND/dpa

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