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Politik im Rest der Welt US-Medien: Trump plant Teil-Abzug aus Afghanistan
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12:58 21.12.2018
Ein US-Soldat in der afghanischen Provinz Helmand. Quelle: Massoud Hossaini/AP/dpa
Dubai/Kabul

US-Präsident Donald Trump will laut Berichten von US-Medien Tausende amerikanische Soldaten aus Afghanistan abziehen. Demnach sollen im Frühjahr 2019 nur noch etwa 7000 US-Soldaten am Hindukusch verbleiben. Am Mittwoch hatte Trump überraschend den Rückzug der US-Truppen aus Syrien angekündigt. Aus Protest gegen diese Entscheidung trat wenig später US-Verteidigungsminister James Mattis zurück. Trump hatte bereits in der Vergangenheit seinen Unmut über den seit mehr als 17 Jahre dauernden Krieg in Afghanistan deutlich gemacht, bei dem mehr als 2400 amerikanische Soldaten getötet wurden.

Im Moment befinden sich etwa 14000 US-Soldaten in Afghanistan, die im Zuge der Nato-Mission „Resolute Support“ die afghanischen Truppen bei der Bekämpfung der aufständischen Taliban und anderer islamischer Terrorgruppen unterstützen. Ihre Unterstützung gilt als entscheidend, da die afghanische Armee nicht in der Lage ist, Lufteinsätze zu fliegen.

Schock in Kabul

In der afghanischen Hauptstadt Kabul wirkte die unerwartete Ankündigung wie ein Schock. Ein Sprecher des afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani erklärte laut dem TV-Sender Tolo News zwar, der Rückzug der Amerikaner werde die Sicherheit im Land nicht beeinflussen. Doch andere, etwa die Frauenrechtlerin Wazhma Frogh, kritisieren ein einseitiges Handeln der USA ohne Einbezug der afghanischen Seite. Andere gaben sich bestürzt, dass dieser Schritt der USA die Friedensverhandlungen mit den Taliban torpediere.

Die Nato wollte sich zu Berichten über einen Teilabzug der US-Truppen aus Afghanistan vorerst nicht äußern. „Wir haben diese Berichte gesehen“, sagte Bündnissprecherin Oana Lungescu am Freitag in Brüssel. Informationen dazu könnten aber nur die US-Behörden geben.

Die Sprecherin verwies allerdings darauf, dass die Außenminister der Bündnisstaaten noch bei ihrem Treffen Anfang Dezember ein „unerschütterliches Bekenntnis“ abgegeben hätten, in Afghanistan langfristig für Sicherheit und Stabilität zu sorgen. „Unser Einsatz ist wichtig, um sicherzustellen, dass Afghanistan nie wieder ein sicherer Rückzugsort für internationale Terroristen werden kann“, sagte sie.

Von RND/epd/dpa

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