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Politik im Rest der Welt Trump-Affäre: Wirbel um vertrauliche Daten
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11:48 31.01.2019
US-Sonderermittler Robert Mueller untersucht die russische Einflussnahme auf den US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Quelle: Jim Lo Scalzo/EPA/dpa
Washington

Die US-Staatsanwaltschaft hat eine Diskreditierungskampagne gegen die Russland-Untersuchung von Sonderermittler Robert Mueller gemeldet. Dazu sei vertrauliches Material von den Ermittlungen verwendet worden, berichteten Staatsanwälte in Gerichtsunterlagen, die am Mittwoch eingereicht wurden. Das Material war den Rechtsanwälten des russischen Unternehmens Concord Management and Consulting LLC übergeben worden. Mueller hatte das Unternehmen wegen der Finanzierung von Versuchen angeklagt, sich in die US-Präsidentschaftswahl 2016 einzumischen. Die Staatsanwälte gehen davon aus, dass die Daten von Hackern in einer gezielten Cyber-Kampagne verwendet wurden, wie die US-amerikanische „Washington Post“ schreibt.

Die Staatsanwälte verwiesen dabei auf ein Twitter-Konto, das im vergangenen Jahr aufgetauchte und angab, eine gestohlene Kopie von Beweisen zu haben, die dem Unternehmen zur Verfügung gestellt worden seien. Ein Tweet des Kontos @HackingRedstone enthielt einen Link zu einer Webseite, auf der Dateiordnernamen zu finden waren die Material enthielten, das Mueller im Zuge seiner Ermittlungen herausgearbeitet hatte. Man habe „Zugang zur Datenbank der Untersuchung von Sonderermittler Mueller“, stand in dem Tweet.

Versuche, die Ermittlungen zu diskreditieren

Die Staatsanwälte berichteten, das Gros der veröffentlichten Dateien sei „Ramsch-Material, das nichts mit dem Fall zu tun hat“. Sie seien mit echten Dateien von der Untersuchung veröffentlicht worden, um die Ermittlungen zu diskreditieren. Eine FBI-Analyse der Dateien kam zu dem Ergebnis, dass nur rund 1000 der 300.000 veröffentlichten Dokumente wirklich echt waren. Diese echten Informationen aber waren eben jene, die Muellers Team Concord zur Verfügung stellte.

Zugang zu Teilen des Mueller-Materials erlangt

Derjenige, der die Webseite erstellt habe, habe Zugang zu zumindest einem Teil des Materials gehabt, das von Mueller in dem Fall zur Verfügung gestellt worden sei, teilten die Staatsanwälte mit. Das FBI sei zu dem Schluss gekommen, dass die Dokumente nicht von Regierungsservern gestohlen worden seien.

Concord wird von Jewgeni Prigoschin geleitet, einem wohlhabenden Geschäftsmann mit Verbindungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin. Gegen Prigoschin sind US-Sanktionen wegen russischer Einmischung in die Wahl 2016 verhängt worden.

Von RND/AP/jw

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