Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Politik im Rest der Welt „Urbi et orbi“: Papst erinnert an Krisenregionen der Welt
Nachrichten Politik Politik im Rest der Welt „Urbi et orbi“: Papst erinnert an Krisenregionen der Welt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:28 25.12.2018
Papst Franziskus Quelle: Andrew Medichini/AP/dpa
Rom

Papst Franziskus hat die Menschen angesichts von Kriegen und Konflikten weltweit dazu aufgerufen, sich als Brüder und Schwestern zu verstehen und entsprechend zu leben. Vor Zehntausenden Pilgern und Touristen spendete er am Dienstag auf dem Petersplatz in Rom den Segen „Urbi et orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis). „Unsere Verschiedenheit schadet uns nicht, sie bedeutet keine Gefahr. Sie ist vielmehr ein Reichtum“, sagte er in seiner Weihnachtsbotschaft.

Ausgehend von der Geburt von Jesus als Erlöser und Friedensstifter der Christen forderte der Papst zu verstärkten Bemühungen um Konfliktlösung auf, insbesondere im Nahen Osten. Israelis und Palästinenser müssten den Dialog wieder aufnehmen, um einen seit 70 Jahren währenden Konflikt zu beenden, „der das Land zerreißt“, mahnte Franziskus.

Geflüchtete benötigen humanitäre Hilfe

An die internationale Gemeinschaft appellierte das Kirchenoberhaupt, sich für eine politische Lösung des Syrien-Konflikts einzusetzen. Spaltungen und Einzelinteressen müssten beiseitegelassen werden, damit syrische Flüchtlinge wieder in ihre Heimat zurückkehren und dort in Frieden leben könnten. Wenige Tage nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Jemen äußerte der Papst die Hoffnung, dass er der von Krieg und Hunger erschöpften Bevölkerung endlich Erleichterung bringe.

Mit Blick auf Konfliktregionen in Afrika erinnerte der Papst an Millionen Menschen, die von dort flüchteten und Opfer von Vertreibung würden. Sie benötigten humanitäre Hilfe und Unterstützung bei politischen und gesellschaftlichen Versöhnungsprozessen.

Franziskus bestärkte auch Nord- und Südkorea, ihre Bemühungen um Aussöhnung und Annäherung fortzusetzen. Sie müssten zu einer „einvernehmlichen Lösungen gelangen, die für alle Fortschritt und Wohlergehen sicherstellen“. Einen verstärkten Einsatz für eine Überwindung der politischen Konflikte mahnte der Papst zudem für die Ukraine sowie für Venezuela und El Salvador an.

Von RND/epd