Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Promis „Ich tret dir den Kopf weg“: Rapper Fler rastet bei Polizeikontrolle aus
Nachrichten Promis „Ich tret dir den Kopf weg“: Rapper Fler rastet bei Polizeikontrolle aus
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:30 24.09.2019
Fler hat Ärger mit der Berliner Polizei. Quelle: picture-alliance/ dpa
Berlin

Bei einer Polizeikontrolle in Berlin-Zehlendorf hat der deutsche Rapper Fler mehrere Polizeibeamte massiv beleidigt. Es fiel auch eine Drohung: „Ich tret dir den Kopf weg“, sagte der 37-Jährige gegenüber einer Polizistin, wie Videoaufnahmen belegen.

Video im Netz veröffentlicht

Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Patrick Losensky heißt, war mit seinem Mercedes durch den Bezirk gefahren, als er von den Polizisten angehalten wurde. Eine Polizeisprecherin sagte später, ein 37-jähriger Mann sei von einer Streife angehalten worden, weil bekannt sei, dass er keinen Führerschein habe. Der Kontrollierte habe die Beamten lautstark beleidigt und sei daher vorübergehend festgenommen worden. Die Polizei habe ihn wegen Fahrens ohne Führerschein und Beleidigung angezeigt.

Flers Begleitung filmte den Vorfall. Ein Journalist des „Tagesspiegel“ veröffentlichte die Aufnahmen auf Twitter:

„Ich tret dir den Kopf weg“

Als die Polizisten die Frau baten, das Filmen zu unterlassen, rastete der Rapper aus. „Sie filmt, wie sie will“, rief er. „Das ist meine Frau, Sie reden mit mir. Fass sie nicht an, ich tret dir den Kopf weg“, brüllt er eine Polizistin an. „Fass sie nicht an, du Schwanz. Du siehst aus wie ein kleiner Zwerg.“

Polizei und Rapper twittern über den Vorfall

Die Polizei twitterte am Dienstag: „Viel Hype um eine rechtmäßige Polizeikontrolle auf dem Teltower Damm, oder?“ Und stellte fest, dass ein Rapper, der sich über eine Polizeikontrolle beschwere, nichts anderes als die völlige Normalität sei. Weiter hieß es über Flers Verhalten: „Und damit PR macht.“ Fler hatte am Montag ein neues Album für Dezember angekündigt.

Bei Twitter schrieb Fler am Dienstag: „Wenn die deutsche Polizei unangebrachtere Tweets absetzt wie ein Trump ... ganz ganz armes Deutschland. Das geht unabhängig von irgendeiner Story überhaupt nicht.“ Zuvor hatte Fler einen Brief vom Bürgeramt gepostet, in dem er aufgefordert wurde, seinen neuen Führerschein Ende Juni abzuholen.

Lesen Sie auch: Spotify veröffentlicht Sommerhit-Charts – gleich drei Plätze belegt Capital Bra

Auf eine Anfrage von dpa reagierte Flers Management nicht. In der „B.Z.“ und „Bild“-Zeitung (Dienstag) äußerte er sich zu dem Vorfall: „Ich wollte meinen Ausweis nicht zeigen, weil sie ja genau wussten, wer ich bin. Ich habe das als Schikane empfunden.“ Und fügte hinzu: „Meine Art war vielleicht überzogen, aber nach den Schikanen der letzten Zeit war ich sehr aufgebracht.“

Die Reaktionen im Internet sind unterschiedlich und reichen von „Respekt für die Polizisten, die hier die Ruhe bewahrt haben“ bis zu „Warum zur Hölle lassen sich Beamte das gefallen? Angst vorm Anwalt? Bei solch einem aggressiven Verhalten hilft nur robustes Durchgreifen“.

Laut dem „Tagesspiegel“ gibt es auch in der Polizei die verbreitete Meinung, die beiden Beamten hätten deutlich entschiedener auftreten können und den Rapper durchaus in den Streifenwagen setzen oder auf dem Boden festhalten können. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte, das Video sei von einer Person aus Flers Umfeld bewusst an die Medien gegeben worden. Man müsse die Frage stellen, „ob wir einer Person wie Patrick Losensky wirklich eine derart große Bühne ermöglichen müssen“.

RND/dpa/msc

Eine Frau hat Sänger Xavier Naidoo anhand seiner Liedtexte vorgeworfen, antisemitisch zu sein. Der Musiker hat dagegen geklagt.

24.09.2019

Mit einem emotionalen Tweet richtet sich Lenny Kravitz an seine Follower: Der Sänger (55) vermisst seine Sonnenbrille – und die hat für ihn eine besondere Bedeutung.

24.09.2019

102 Kilo zeigte die Waage von Will Smith nach dessen letztem Urlaub, so viel wie noch nie. Der Hollywoodstar zog Konsequenzen – und gewann auch eine Erkenntnis über seine Gesundheit.

24.09.2019