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Promis So tief mussten die britischen Steuerzahler für die Royals in die Taschen greifen
Nachrichten Promis So tief mussten die britischen Steuerzahler für die Royals in die Taschen greifen
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18:49 25.06.2019
Die Briten finanzieren mit ihren Steuern auch das Leben der Royals. Quelle: imago images / Paul Marriott
London

Sie haben unzählige Fans, und wenn sie heiraten oder ein Kind bekommen, guckt alle Welt verzückt auf sie – doch die Royals kosten die Steuerzahler auch ordentlich Geld. Am Dienstag wurden neue Statistiken zu den Ausgaben der britischen Adeligen veröffentlicht, die bei so manchem die Verzückung wohl schwinden lassen.

Die Steuerzahler mussten den Statistiken zufolge im vergangenen Finanzjahr 67 Millionen Pfund (rund 75 Millionen Euro) für alle britischen Royals aufbringen. Das ist ein Anstieg um fast 20 Millionen Pfund (22,5 Millionen Euro) im Vergleich zum vorherigen Finanzjahr.

Großer Teil der Summe geht für Erhaltung des Buckingham-Palastes drauf

Ein großer Teil der Summe wurde für die Erhaltung des Buckingham-Palastes in London und anderer maroder royaler Anwesen verwendet. Auch die Sanierung des neuen Heims von Prinz Harry und Herzogin Meghan finanzierten die Briten mit Steuergeldern in Höhe von 2,4 Millionen britischen Pfund (etwa 2,7 Millionen Euro) mit. Harry (34) und Meghan (37) sollen aber die gesamte Einrichtung und alle Installationen im Frogmore Cottage, das um 1690 erbaut wurde, privat bezahlt haben.

Das Haus, das stark renovierungsbedürftig war, soll jetzt auch einen Mutter-Baby-Yogaraum und eine luxuriöse Küche haben. Die alten viktorianischen Dielen mussten ausgetauscht werden, wie die britische Nachrichtenagentur PA berichtete. Das Paar war im Frühjahr von London nach Windsor gezogen, wo die beiden jetzt die Nachbarn von Harrys Großmutter, Königin Elizabeth II. (93), sind.

Umzug von Harry und Meghan wegen Baby Archie – oder wegen Streit mit Kate und William?

Dort hätten sie mehr Platz mit ihrem Baby Archie, hieß die offizielle Begründung für den Umzug. Gerüchten zufolge wollten Harry und Meghan mehr Abstand zu Prinz William und Herzogin Kate (beide 37) im Kensington-Palast haben, deren Nachbarn sie waren. Die beiden Paare sollen sich nicht mehr so gut verstehen.

Auch für den Kensington-Palast, in dem Kate und William mit ihren drei Kindern leben, gingen Steuergelder drauf: Für eine Million Pfund (rund 1,1 Millionen Euro) soll laut der britischen Zeitung „Express“ die Zufahrt zum Anwesen erneuert worden sein. 700 000 Pfund (785 000 Euro) sollen in eine neue Zentralheizung im Anwesen der Queen und anderer Familienmitglieder auf Schloss Windsor geflossen sein.

Auch die Reisen der Adeligen werden durch Steuerzahler finanziert

Auch die Reisen der Adeligen werden durch Steuerzahler finanziert. Die teuerste ging dem „Express“ zufolge auf die Kappe von Prinz Charles und Herzogin Camilla: Ihre Karibikreise im vergangenen März kostete demnach 416 576 Pfund (466 913 Euro). Für ihre Tour nach Westafrika im vergangenen Herbst gingen 216 312 Pfund (242 450 Euro) drauf.

Doch die britischen Royals sind nicht die einzigen, die durch Steuern finanziert werden. Allerdings unterscheidet sich das Budget in den noch bestehenden Monarchien Europas, so viel wie die Queen und ihre Familie bekommen keine anderen Royals. Einer Auflistung der britischen „Independent“ aus dem Jahr 2017 zufolge folgen auf die britischen Royals Prinz Albert II. von Monaco (43,5 Millionen Euro), Niederlandes König Willem-Alexander (40,1 Millionen Euro), König Harald V. von Norwegen (28,9 Millionen Euro), Schwedens König Carl XVI. Gustav (13,2 Millionen Euro), König Philippe von Belgien (11,6 Millionen Euro), Königin Margrethe II. von Dänemark (10,7 Millionen Euro), Großherzog Henri von Luxemburg (10,1 Millionen Euro) und König Felipe und Königin Letizia von Spanien (7,8 Millionen Euro). Andere Adelige wie beispielsweise Giacomo dalla Torre del Tempio di Sanguinetto aus Malta oder der Deutsche Albert von Thurn und Taxis bekommen gar keine Steuergelder zur Verfügung.

Von RND/Hannah Scheiwe/dpa