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Seite Drei Beethoven zum Wahlsieg
Nachrichten Seite Drei Beethoven zum Wahlsieg
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22:12 08.05.2017
Von Ulrich Wickert

Momente ehrlicher Rührung sind selten in der Politik. Es war ein erhebendes Zeichen, das der eben neu gewählte französische Präsident Emmanuel Macron an seine Wähler aber auch in die Welt sendete.

„Freude schöner Götterfunken . . .“, die europäische Hymne ertönte, als er zu seinem ersten Auftritt vor dem ihm zujubelnden Publikum vor dem Louvre schritt.

Ein Bild, das mich an den Amtsantritt von François Mitterrand 1981 erinnerte. Zu Beethovens Klängen schritt er ins Panthéon, wo die großen Franzosen liegen.

Welch eine wunderbare Entscheidung für alle, die gefürchtet hatten, die nationalistische Marine Le Pen könne die Wahl gewinnen.

Macron hatte den Platz vor der Pyramide des Louvres für seine Ansprache gewählt, weil sich hier die Geschichte Frankreichs mit der Gegenwart verbindet. Und mit der „Ode an die Freude“ als Beginn seiner Präsidentschaft zeigt er, dass Europa mit ihm einen Freund gewonnen hat. Erst zum Ende seines Auftritts, als ihn seine Frau und Familie einrahmten, da sangen alle die Marseillaise, die französische Nationalhymne. Ein wahrhaft würdiger Angang.

Ulrich Wickert ist Autor und Ex-„Tagesthemen“-Moderator

LN

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