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Nachrichten Social Media: Die LN testen die Hochschulen
Nachrichten Social Media: Die LN testen die Hochschulen
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06:00 14.07.2019
Ein sehr gutes Angebot in den Netzwerken hat die Technische Hochschule Lübeck. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Facebook, Instagram oder Twitter: Auch Hochschulen werden immer aktiver in den sozialen Medien und bieten ihren Studierenden oder Außenstehenden Informationen über Veranstaltungen, Vorlesungen oder Forschung. Die LN hat fünf Hochschulen aus dem Norden getestet. Bewertet wurde dabei ihre Aktivität in den sozialen Medien, ihre Reichweite und der Inhalt.

Universität zu Lübeck: Über 3000 Abonnenten informieren sich fast täglich auf dem Facebook-Kanal der Universität zu Lübeck über Veranstaltungen – wie die Antrittsvorlesung neuer Professoren, Sonntagsvorlesungen oder das Campus-Geschehen. „Wir wollen verschiedene Zielgruppen in den sozialen Medien ansprechen. Vom Professoren bis hin zum Studenten“, sagt die stellvertretende Pressesprecherin der Universität, Elena Vogt.

Besonders beliebt seien Bereiche, die die Gesellschaft beschäftigen. „Facebook-Posts zum Thema Pflege oder Hebammenwissenschaften erzielen eine hohe Reichweite“, erzählt Vogt. Sie postet die Beiträge selbst. „Ich überlege mir vorher, in welchen Bereich der Beitrag am besten passt.“ Bei Twitter folgen 1737 Menschen dem Geschehen der Universität. Auch hier wird auf Aktualität gesetzt. Täglich gibt es mehrere Tweets mit Informationen zu Vorträgen und Veranstaltungen. Das soziale Netzwerk Instagram ist derzeit in Planung. Elena Vogt weiß: „Die Entwicklung muss beobachtet werden, denn es ändert sich stetig etwas. Aber das ist das Spannende daran.“

Die Universität zu Lübeck bei Twitter. Quelle: LN

Fazit: Die Universität zu Lübeck überzeugt durch Aktualität und Vielfalt an Themen. Wenn bald der Instagram-Kanal dazu kommt, gibt es die volle Punktzahl von fünf Sternen. ****

Technische Hochschule Lübeck: Der Facebook-Kanal der Technischen Hochschule sei ein wichtiger Kanal, um mit den Studierenden in Kontakt zu bleiben, erzählt die Kommunikationsleiterin Theresia Lichtlein. Die große Themenbandbreite, mit der über 5000 Abonnenten angesprochen werden, umfasst Veranstaltungstipps oder Content über das Studienleben. „Zwischendurch darf es aber auch gern mal etwas Lustiges sein.“ sagt Lichtlein.

Das kommt gut bei den Studierenden an. Beliebte Themen seien außerdem Workshops oder Feiertagstipps. Es wird mindestens alle zwei Tage etwas gepostet. Instagram wird als Standortkanal genutzt. „Wir wollen zeigen, wie schön Lübeck ist.“ Manchmal übernehmen die Studierenden den Kanal. Dann berichten sie von ihrem Praktikum oder einem Auslandssemester und schaffen somit ein authentisches Bild der Technischen Hochschule, fährt Theresia Lichtlein fort. Twitter wird für Pressemeldungen genutzt. „Auch unsere Präsidentin Muriel Helbig twittert.“ erzählt Lichtlein stolz.

Die Eröffnung des Campus-Festivals der Technischen Hochschule 2019 Quelle: LN

Fazit: Die Technische Hochschule bespielt die wichtigsten Sozialen Medien. Neben aktuellen, wichtigen Themen kommt der Spaß nicht zu kurz. Deshalb: volle Punktzahl! *****

Musikhochschule Lübeck: Die Facebook-Beiträge der Musikhochschule Lübeck werden auf Basis von fertigen Pressetexten erstellt. Damit erreicht die Hochschule fast 3000 Abonnenten. Die Beiträge beziehen sich auf die Konzerte und Veranstaltungen der Studierenden. „Es geht hier nicht nur um Werbung, wir wollen Informationen vermitteln“, sagt Sprecherin Susanne Pröpsting. Außerdem werden Studieninhalte- und Angebote transportiert.

Auf YouTube bietet die Hochschule inzwischen auch ein Live-Streaming. Instagram wird zur Zeit nicht genutzt. „Wir haben überlegt, was am besten zu uns passt, und denken, dass wir eine gute Wahl mit unseren sozialen Medien getroffen haben.“ meint Susanne Pröpsting.

Auf Facebook aktiv: Die Musikhochschule Lübeck Quelle: LN

Fazit: Das Livestream-Angebot auf YouTube und der Website ist super. Ebenfalls weist die Musikhochschule auf Facebook viel auf Werke der Studierenden hin. Einen Stern mehr würde es geben, wenn der bestehende Instagram-Kanal bespielt werden würde –und einen weiteren, wenn die Hochschule häufiger bei Facebook posten würde. ***

Christian-Albrechts-Universität Kiel: Dem Geschehen der Christian-Albrechts-Universität in Kiel folgen fast 15 000 Abonnenten auf Facebook. „Wir versuchen, immer genau dann etwas zu posten, wenn wir etwas Spannendes zu erzählen haben“, sagt Jan Winters, Referent für Digitale Kommunikation. Je nach Kanal wird also mehrmals täglich etwas gepostet.

Dabei erscheint der Themenmix so bunt wie der Campus selbst. Die Beiträge geben Einblicke in die Erkenntnisse der Forscher und Forscherinnen, verweisen auf Veranstaltungen oder informieren die Studierenden über wichtige Termine. Auf Instagram folgen 6588 Menschen der Universität. „Besonders geschätzt sind dabei die Instagram-Storys“, erklärt Winters. Diese zeigen Hochschulsportangebote, Events oder Porträts verschiedener Professoren. Den 3821 Twitter-Followern wird ein direkter, kurzer Draht zur Universität geboten.

Die Facebook Seite der Christian-Albrechts-Universität. Quelle: LN

Fazit: Wie schon bei der Technischen Hochschule in Lübeck werden alle wichtigen sozialen Medien bedient. Die Uni spricht viele wichtige Themen an, um die Studierenden bestmöglich zu informieren. Für diesen Umfang gibt es fünf Sterne! *****

Universität Hamburg: Mit 43 621 Abonnenten auf Facebook hat die Universität Hamburg die größte Reichweite. Sie informiert fast täglich über Vorlesungen und Veranstaltungen oder teilt Informationen, die wichtig für die Studierenden sind. „Wir wollen mit unseren Social-Media-Kanälen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen und passen die Themen je nach Kanal an“, sagt Rosalie Förster, Leiterin des Präsidialbereichs.

Auf Instagram werden ebenfalls so gut wie täglich Bilder von Sportereignissen der eigenen Mannschaften, bevorstehenden Veranstaltungen oder Fotos aus Hamburg, gezeigt. Das Ganze erreicht 12.300 Menschen. Twitter bietet den 17 200 Followern die Möglichkeit, sich durch Retweets über andere Veranstaltungen in Hamburg zu informieren oder Informationsvideos anzusehen. „Besonders beliebt sind Forschungsthemen“, ergänzt Förster.

Die Universität Hamburg gratuliert ihrem Handballteam auf Instagram Quelle: LN

Fazit: Auch hier gibt es fünf Sterne. Die Uni gibt nicht nur Auskunft über die eigenen Veranstaltungen, sondern die Studierenden bekommen auch die Möglichkeit zu erfahren, was in der Hansestadt los ist. *****

Alles über die Lübecker Hochschulen steht auf unserer Themenseite.

Jule Arista Runde

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