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Wirtschaft im Norden Deutsche Bank in Lübeck erfolgreich
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18:00 18.05.2019
Die Geschäftsleitung der Deutschen Bank in Lübeck: Tim-Philip Wegner (Privatkunden), Burkhard Baum (Firmenkunden) und Henning Oldenburg (Wealth Management, v.l.). Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Das Geschäftsvolumen – die Summe der Kredite, Einlagen und Depotvolumen – der Deutschen Bank in Lübeck ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen – auf 2,5 Milliarden Euro (plus sieben Prozent) in der Hansestadt und insgesamt 4,8 Milliarden Euro (plus drei Prozent) im gesamten Marktgebiet, das neben Lübeck den Kreis Ostholstein sowie Teile der Kreise Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg umfasst. „Dieses Ergebnis wäre ohne unsere Mitarbeiter nicht möglich gewesen“, dankte Henning Oldenburg, der Sprecher der Geschäftsleitung in Lübeck, allen Angestellten des Kreditinstituts. Im Privat- und Firmenkundengeschäft sei das Kreditinstitut ebenso überproportional gewachsen wie im Wealth Management, dem Geschäft mit vermögenden Kunden.

Lange Tradition

Lübeck sei für die Deutsche Bank ein besonderer Standort. „Wir haben hier mit unserer langen Tradition einen viel größeren Marktanteil als in anderen Städten“, sagte Oldenburg bei der Vorstellung der Geschäftszahlen. Liege der Marktanteil der Bank anderswo bei etwa zehn Prozent, seien es in Lübeck erheblich mehr. Das hat auch historische Gründe, die Integration der Handelsbank in die Deutsche Bank in Lübeck. Das zeigt sich auch daran, dass die Deutsche Bank in Lübeck heute noch sieben Standorte hat, in Städten wie Dortmund (585 000 Einwohner) dagegen nur noch einen. „Wir wollen an unseren Standorten hier festhalten“, bekräftigte Oldenburg.

Viel Unruhe im Markt

Unruhe durch den bevorstehenden Brexit, Streit innerhalb der EU, der Handelskrieg zwischen den USA und China – das Geschäftsjahr 2018 sei „herausfordernd“ gewesen, es sei zu kräftigen Kursrückgängen an den Börsen gekommen. „Wir konnten hier dennoch unsere sehr starke Marktposition weiter festigen“, erklärte Oldenburg.

Zuwachs bei Privatkunden

Insgesamt betreut die Deutsche Bank Lübeck jetzt 152 000 Kunden im Marktgebiet, davon 84 700 in Lübeck, erklärte der Leiter für Privatkunden, Tim-Philip Wegner. Das Volumen der Einlagen wuchs überproportional, es betrug im Marktgebiet 1,8 Milliarden Euro (plus 13 Prozent), davon in der Stadt Lübeck 971 Millionen Euro (plus 18 Prozent). „Da die Zinsen weiterhin sehr niedrig sind, investieren unsere privaten Anleger immer häufiger auch in Aktien, vor allen Dingen in Fonds“, erklärte Wegner. Bei der Kreditvergabe stand für Privatkunden vor allem die Finanzierung von Eigenheimen im Vordergrund. Die Nachfrage sei weiterhin groß,. Das Kreditvolumen stieg im Marktgebiet um ein Prozent auf 1,96 Milliarden Euro, davon in der Stadt Lübeck auf 1,07 Milliarden (plus fünf Prozent).

770 neue Firmenkunden

Auch das Geschäft mit Unternehmen, Handwerksbetrieben und Selbstständigen laufe von Jahr zu Jahr besser, sagte Burkhard Baum, der Leiter für Firmenkunden in Schleswig-Holstein. Im Land betreut die Deutsche Bank jetzt 14 000 mittelständische Kunden. „2018 haben wir 770 neue Firmenkunden gewonnen“, sagte er. Das Kreditvolumen für den Mittelstand im Land betrug Ende 2018 mehr als 1,3 Milliarden Euro, ein Plus von fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. das Einlagenvolumen betrug ebenfalls 1,3 Milliarden Euro, das sei eine Steigerung von 34 Prozent. „Im ersten Quartal dieses Jahres hat sich die erfreuliche Entwicklung forstgesetzt“, sagte Baum.

Strategie für Vermögende

Auch das Geschäft mit vermögenden Privatkunden habe man weiter ausbauen können, sagte Oldenburg, der auch Leiter der Abteilung Wealth Management ist. „Diese Kunden sind gerade in unruhigen Zeiten an Anlagestrategien interessiert, die Risiken an den Märkten mindern oder von Schwankungen der Kurse profitieren können“, sagte er. Man wolle für diesen Bereich weitere Berater gewinnen, Ziel sei es, die speziell in Lübeck starke Marktposition weiter auszubauen.

Mobiles Bezahlen beliebt

Neben den klassischen Bankprodukten sei die Einführung neuer digitaler Angebote im vergangenen Jahr ein Schwerpunkt gewesen, sagte Tim-Philip Wegner. Beim Start von Apple Pay, dem mobilen Bezahlsystem per Smartphone, war die Bank im Dezember 2018 führender Partner. „Wir sind positiv überrascht über die gute Resonanz. Bei den Nutzerzahlen haben wir unsere Ziele für das gesamte Jahr 2019 bereits in den ersten vier Wochen erreicht“, sagte Wegner.

Ganz wichtig sei das Thema Unternehmensnachfolge. 7000 Unternehmen in Schleswig-Holstein mit 220 000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 35 Milliarden Euro suchten in den nächsten neun Jahren einen Nachfolger. Die Deutsche Bank bietet dazu gezielte Beratungen an.

Christian Risch

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