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Wirtschaft im Norden So ist die Arbeit in der Notrufzentrale
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13:51 07.04.2019
Angela Diedrichsen ist leitende Fachkraft in der Notruf- und Servicestelle bei Mebo in Bad Segeberg. Quelle: Rüdiger Jacob
Bad Segeberg

Ihre Stimme klingt beruhigend, so als wäre sie für diesen Job gemacht: In einem Raum mit gefühlt unendlich vielen Bildschirmen nimmt Angela Diedrichsen einen Telefonanruf entgegen. Es ist ein Notruf. Ein Kunde braucht Hilfe. Die 62-jährige gelernte Bürokauffrau ist leitende Fachkraft in der Notruf- und Servicestelle bei der Mebo Sicherheit GmbH in Bad Segeberg. Routiniert notiert sie sich das Anliegen, gibt erste Tipps.

8000 Notrufkunden

Zu viert sitzen Angela Diedrichsen und ihre Kollegen in der großen Leitstelle. Acht Stunden dauert eine Schicht. Eine Menge Anrufe gehen ein. „Es ist ein sehr ernster Beruf, es sind auch bedrohliche Situationen dabei“, sagt die Mitarbeiterin. Wie geht sie mit dem Druck um? Schließlich gilt es, die Ruhe zu bewahren und in Sekundenschnelle die richtigen Entscheidungen zu treffen. „Locker bleiben“, antwortet Diedrichsen spontan. Das ist leicht gesagt: Sie muss eine Menge PC-Programme aus dem Effeff beherrschen. Und dann geht ein Anruf nach dem anderen ein. „Mir bringt es Spaß“, bringt es Diedrichsen auf den Punkt. Und sie freut sich über das Arbeitsklima und die Fürsorge der Firma. In der Leitstelle liegt frisches Obst aus. „Das bekommen wir hier zweimal pro Woche“, sagt sie.

Alles aus einer Hand

Vier Säulen sind es, die das Spektrum des Sicherheitsunternehmens bestimmen: Der Hausnotruf mit mehr als 8000 Notrufkunden, die Technik mit dem Bau, der Installierung und Wartung von Alarm- und Brandmeldeanlagen sowie Schließzylinder, den eigenen Sicherheitsdienst – und die Leitstelle, das Herzstück von Mebo. Die Palette reicht von einer einfachen Alarmanlage für eine Privatwohnung über Bewachungen, Bestreifungen und Schließdienste für Betriebe, das Absichern kleinerer und größerer Veranstaltungen bis zur Übernahme des Werkschutzes größter Betriebe. „So gesehen leisten wir alles aus einer Hand“, sagt Jörg Bonkowski (54), Geschäftsführer und Gründer des Unternehmens, das neben der Zentrale in Segeberg Standorte in Hamburg und Lübeck unterhält. In der Hansestadt zählt das Drägerwerk zu den Großkunden.

Einsatz rund um die Uhr

Durch das stete Wachstum hat die 1990 gegründete Mebo Sicherheit GmbH derzeit etwa 160 Mitarbeiter, die vorwiegend rund um die Uhr für ihre Kunden im Einsatz sind – auch an den Wochenenden und Feiertagen. „Der überwiegende Teil der Belegschaft hält uns seit vielen Jahren die Treue, was mich sehr stolz macht“, bekennt Bonkowski. „Unser wertvollstes Gut sind die Mitarbeiter, sagt der Chef. Auch Angela Diedrichsen gehört längst zum „Inventar“ des stark expandierenden Unternehmens. 30 Jahre arbeitet sie hier schon. Und der Job an den Telefonen und den vielen Bildschirmen macht ihr noch immer „großen Spaß.“ Nein, als ausgesprochene Hilfe versteht sie ihre täglichen Aufgaben nicht. Da ist Diedrichsen bescheiden. Und doch ist sie es, die besorgte Anrufer beruhigt und Hilfe koordiniert. Mit einer Stimme, die dafür wie geschaffen ist.

Rüdiger Jacob

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