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Wirtschaft im Norden Züge fahren bald von Hamburg bis Neustadt durch
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Züge fahren bald von Hamburg bis Neustadt durch
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12:21 30.04.2019
Torsten Reh, Leiter der DB Regio AG in Schleswig-Holstein und der Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz und posieren während der Vertragsunterzeichnung Bahnnetz Ost im Bahnhof in Lübeck. Quelle: Olaf Malzahn
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Lübeck

Mit dem neuen Verkehrsvertrag für das „Elektronetz Ost“, der gestern in Lübeck unterzeichnet wurde, soll der Schienenverkehr im Norden besser und moderner werden. Eine besondere Herausforderung dabei ist der Bau der Schienenanbindung der festen Fehmarnbeltquerung.

Der zugehörige Gleisbau solle laut der DB Netz voraussichtlich 2022 beginnen und wohl 2028 fertig sein, wie Jan Glienicke vom Nahverkehrsverbund Nah.SH ankündigte. „Geplant ist der zweigleisige Ausbau beziehungsweise Neubau des Schienennetzes zwischen Lübeck und Puttgarden.“

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78 Güterzüge täglich

Die komplette Strecke werde elektrifiziert. „Wenn alles fertig ist, fahren die Züge von Hamburg bis Neustadt in Holstein durch“, sagte Glienicke. „Ein Zugteil wird abgekoppelt und fährt bis Travemünde Strand.“

Im übrigen sollen vor allem große Güterzüge die Strecke nutzen und so Güterverkehr von der Straße auf die Schiene umlenken. Prognosen gehen 2025 von täglich 78 Güterzügen und 40 Personenzügen aus. Durch die neue Beltquerung soll sich die Reisezeit in Expresszügen zwischen Hamburg und Kopenhagen um 2,5 Stunden, im Güterverkehr reduziert sich der Fahrweg um 160 Kilometer.

Haltepunkt für Lübeck-Moisling

Schon 2022 verkehren laut Verkehrsvertrag neue, moderne Elektro-Triebwagen zwischen Hamburg und Lübeck. Die DB Regio schafft 18 Stück an, die später auch im Verkehr bis nach Fehmarn eingesetzt werden können. Ebenfalls 2022 soll ein neuer Bahnhaltepunkt für Lübeck-Moisling fertiggestellt sein, sagte Lübecks Wirtschaftssenator Sven Schindler. Dort verkehrten bis zu 1500 Fahrgäste täglich, das seien 500 000 im Jahr.

Der neue Haltepunkt soll Teil der Modernisierung des Stadtteils sein, die mit dem Bau von Einkaufsmöglichkeiten und Räumen für Bildung und Begegnung einhergeht. Planer und Bürger hatten den Bahnhaltepunkt ursprünglich schon 2020 erhofft.

Marcus Stöcklin

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