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Wirtschaft im Norden Chancen auf mehr Landstrom für Häfen im Norden
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Chancen auf mehr Landstrom für Häfen im Norden
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19:44 23.05.2019
Ein Schiffspropeller der Mecklenburger Metallguss GmbH MMG in Waren. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Friedrichshafen

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) sieht gute Chancen, dass ab dem kommenden Jahr mehr Reedereien in Lübeck, Kiel und auch anderen deutschen Häfen stärker auf Landstrom zurückgreifen werden: „Wir haben heute vom Bundeswirtschaftsminister Altmaier die klare Zusage gehört, die so genannte EEG-Umlage, die den Strom für die Reedereien bislang unrentabel macht, in den kommenden Monaten um 80 Prozent zu reduzieren. Damit dürfte es für Reeder deutlich schneller lukrativ werden, ihre Diesel in den Häfen abzustellen, als bislang erwartet“, sagte Buchholz am Donnerstag zum Abschluss der Nationalen Maritimen Konferenz mit 800 Branchenvertretern in Friedrichshafen.

Seit 2009 Landstrom in Lübeck

In Lübeck gibt es für RoRo-Fähren bereits seit 2009 eine Landstrom-Anlage, in Kiel wurde die erste Anlage für Passagierschiffe vor drei Wochen in Betrieb genommen. Laut Buchholz sei die Verbilligung des Landstroms eine gute Nachricht für die Bewohner der Hafenstädte. Das sei ein „wichtiger ökonomischer Schritt, um ökologisch das Richtige zu tun, nämlich mehr für Klimaschutz und Luftreinhaltung.“ Erleichtert zeigte sich Buchholz von der Ankündigung des Bundes, 2020 ein neues Programm für parallele Bürgschaften von Bund und Ländern einzurichten. „Dann haben auch unsere sechs mittelständischen Werften im Land ein gutes Instrument, kapitalintensive Aufträge zu stemmen, ohne in schwierige Fahrwasser zu geraten.

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Warnung vor Protektionismus

Mit Blick auf Wettbewerbsverzerrungen durch Subventionen in China warnte Buchholz vor Protektionismus. Die Bundesregierung will der Wirtschaft auch mit Hilfe einer gemeinsamen EU-Strategie zur Seite stehen, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

cri