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Wirtschaft im Norden „Peter Pane“ soll die Nummer eins werden
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden „Peter Pane“ soll die Nummer eins werden
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11:31 20.05.2019
Der Lübecker Patrick Junge, Gründer der Restaurant-Kette „Peter Pane“. Quelle: „Peter Pane“
Lübeck

Die Zeichen stehen auf Wachstum. „Peter-Pane“-Restaurant Nummer 29 konnte Patrick Junge vor wenigen Tagen in der Studenten-Hochburg Münster eröffnen. „Wir planen, jedes Jahr acht bis zehn weitere Restaurants zu eröffnen“, sagt der Inhaber und Geschäftsführer der Paniceus Gastro Systemzentrale GmbH in Lübeck, das Mutterunternehmen der „Peter Pane Bar & Burgergrills“. „Bis 2020 zielen wir auf die Marken 45 Restaurants und rund 100 Millionen Euro Umsatz.“

Generell suche man als Standorte „Top-Lagen in Städten ab 150 000 Einwohner“, aber sei in dieser Frage flexibel. Daher gebe es auch ein Restaurant an der Strandpromenade in Binz auf Rügen und demnächst in Warnemünde. Beide seien sehr beliebte und daher hochfrequentierte Touristenorte. „Wir prüfen solch kleine Standorte sehr genau, und wenn wir zu der Ansicht kommen, dass es sich für uns wirtschaftlich lohnt, machen wir es auch.“

Lob vom Chef: „Tolles Personal“

Das Erfolgsrezept der „Peter Pane“-Restaurants sieht Junge zum einen in der Gemütlichkeit „und – das ist mir sehr wichtig – unserem tollen Personal“. Zum anderen auch in etwas, das vielen Deutschen mittlerweile sehr am Herzen liege: Nachhaltigkeit. „Unser Fleisch kommt nicht vom anderen Ende der Welt. Wir erwerben es schon jetzt nur in Deutschland. Die Lieferwege sind kurz und es weist damit eine sehr gute Ökobilanz auf. Bald können wir sogar Rindfleisch von unserer eigenen Herde in Mecklenburg-Vorpommern anbieten“, erklärt Junge. Außerdem entwickele man bei „Peter Pane“ einen Hamburger mit einem geringeren Fleischanteil, der dennoch sehr gut schmecke. „Wenn solch eine Idee gut läuft, können wir Trends in Sachen Nachhaltigkeit setzen.

Eigene Akademie gegründet

An die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat Junge besondere Erwartungen. Sie sollen „den Gästen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, ehrgeizig und zuverlässig sein“. Das werde auch in den Bewerbungsgesprächen deutlich gemacht. „Diese Werte sind die Grundlage, um unser Anliegen zu erreichen, das beliebteste Restaurant der Deutschen zu werden.“ Deshalb habe man eine eigene Akademie gegründet, um Mitarbeiter zu schulen und zu entwickeln.

Kräfte bündeln

Das Hot-Dog-Restaurant „Hook Dogs“ in Lübeck hat Junge seit längerem schon in ein zweites „Peter Pane“ umgewandelt. Woran lag es? „Hook Dogs“ ist ein tolles Konzept gewesen. Aber ich habe gelernt, dass es schon sehr viel Kraft kostet, ein Gastronomie-Konzept erfolgreich im Markt zu etablieren. Das ist Peter Pane“, sagt Junge. „Wenn wir jetzt auch noch „Hook Dogs“ vorantreiben würden, wäre wahrscheinlich für beide Konzepte zu wenig Kraft vorhanden. Also lieber die Kräfte auf ein Konzept fokussieren, als es mit zwei Konzepten zu versuchen und daran zu scheitern.“

Restaurant und Bar in einem

Für die Studie „Gastronomietrends 2025 – Wie die Deutschen wirklich essen gehen wollen“ hat Patrick Junge 1000 Bundesbürger befragen lassen. Die wesentlichen Resultate: Jeder zweite Euro beim Umsatz komme von „Spontanen“, die kurzentschlossen ein Restaurant besuchen, und von den „Gourmets“, die Wert auf nachhaltiges, gutes Essen legen. Fast jeder zweite wünsche sich in einem Restaurant eine Bar, an der man sich vor oder nach dem Essen noch aufhalten könne. Diesen Wunsch wolle man bei „Peter Pane“ erfüllen. 78 Prozent der Befragten interessieren sich für weniger bekannte Getränkemarken und Getränke von regionalen Herstellern. „Das werden wir uns noch genauer anschauen“, sagt Junge.

Starker Umsatzsprung

Den jahrelangen Konflikt mit seinen früheren Franchise-Gebern von „Hans im Glück“ hat Patrick Junge abgehakt. „Wir haben den Rechtsstreit beigelegt und uns einvernehmlich geeinigt. Ich schaue nach vorn, da ich mich auf die Zukunft meines Geschäfts konzentrieren möchte“, sagt er. 2018 hätten alle „Peter-Pane“-Restaurants einen Gesamtumsatz von 51,2 Millionen Euro erwirtschaftet, das sei eine Umsatzsteigerung von 21,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit sei „Peter Pane“ eines der dynamischsten Konzepte der Fullservice-Systemgastronomie. „Der ,Peter’ fliegt jetzt hoch, und ich möchte, dass das dauerhaft so bleibt“, sagt Junge.

Expansion auch im Süden

Gibt es denn Platz für zwei Burger-Restaurant-Ketten – „Peter Pane“ und „Hans im Glück“? „Wir sind beide Geschäftsmänner und wollen Erfolg haben“, antwortet Junge. „Ich möchte, dass möglichst viele Menschen zwischen Flensburg und Sonthofen und zwischen Aachen und Zittau ,Peter Pane’ kennen und mögen. Am Ende wollen wir die Nummer eins sein. Dafür arbeiten mein Team und ich jeden Tag hart.“ Und natürlich wolle „Peter Pane“ auch in Süddeutschland expandieren. Seit dem vergangenen Jahr gebe es ein Restaurant in Augsburg, und in München verhandele man über ein sehr schönes weiteres Objekt, in der Leopoldstraße gibt es dort bereits einen Standort. „Und wenn sich im Ausland eine attraktive Option ergibt, werden wir sie auch nutzen“, kündigt Patrick Junge an.

Christian Risch

Sandra Sicks (38), Chefin von „System Fresh“, säubert unter anderem Computer. Dabei geht es ihr nicht nur um Sauberkeit und Hygiene, sondern auch um Nachhaltigkeit.

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