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Wirtschaft im Norden Er gibt Häusern den richtigen Halt
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18:10 30.06.2018
Ali Sükrü Dalancikar (26) bindet die Eisenstäbe mit Draht fest zusammen. Danach wird betoniert. Quelle: Fotos: Rüdiger Jacob
Lübeck

Steht ein Haus in seiner ganzen Pracht, denkt kaum jemand an jene Leute vom Bau, die dem Gebäude einen sicheren Halt geben – durch Fundamente etwa, oder Wände und Stützen, die die Decken tragen. Wenn die großen Lkw-Betonmischer kommen, dann sind die Stahlbetonbauer in ihrem Element. Ali Sükrü Dalancikar ist so ein Beton- und Stahlbetonbauer. Er arbeitet bei der Friedrich Schütt + Sohn Baugesellschaft mbH & Co. KG und hat dort auch seinen Beruf gelernt. Einen Beruf, für den Dalancikar geboren zu sein scheint: Nicht nur, dass viele seiner Familienangehörigen Bauberufe ausüben. „Der besondere Reiz meines Berufes ist, dass man aus einer Grube ein Haus entstehen sieht und daran selbst mit seinen Händen beteiligt ist.“ Ja, vor allem im Sommer könne es einmal anstrengend sein, sagt Dalancikar. Trotzdem sei immer noch Zeit für Hobbys wie Sport, sagt der Betonbauer. Zukunftspläne hat er auch: „Ich möchte vielleicht einmal meinen Meister machen“, sagt Dalancikar.

Ali Sükrü Dalancikar (28) ist Stahlbetonbauer bei der Firma Schütt.

Eigenes Betonwerk

Das 1950 gegründete expandierende Lübecker Familien-Traditionsunternehmen Schütt beschäftigt etwa 220 Mitarbeiter, darunter 37 Azubis. Für den Ausbildungsbeginn 2019 sind noch angehende Stahlbetonbauer gefragt. Das Unternehmen verfügt über ein eigenes Kies-, Beton- und Betonfertigteilwerk in Lübeck-Kreuzkamp, das neben der Bautätigkeit eines der wichtigsten Standbeine in der Firmengruppe ist.

Mit einer großen Zange bindet der Stahlbetonbauer lange Eisen zusammen. Dazu nimmt er einen Bindedraht, mit dem er die verschiedenen Stäbe fest zusammendreht. Dalancikar steht auf einer großen Fläche einer späteren Tiefgaragensohle. Vorsichtig bewegt er sich auf dem Eisengewebe, das kreuz und quer verlegt ist. „So bleiben die Eisen später, wenn der Beton verfüllt wird, in ihrer vorgegebenen Form“, erklärt der Mann vom Bau. Das ist wichtig, denn der Statiker hat genau errechnet, wie viele Eisen in so einer Keller- oder Tiefgaragensohle oder in einer Stütze verlegt werden müssen.

Vorgegeben ist auch, wie dick diese Eisenstäbe sein müssen, um der Decke den nötigen Halt zu geben. Einst war es der Franzose Martin Monier, der das Prinzip der stabilisierenden Verbindung von Zement und Drahtgewebe erfand. Deshalb heißen die Eisen auch Moniereisen. „Man spricht auch von der Bewehrung“, weiß Dalancikar.

Zurück zum Bindedraht: Wenn der Stahlbetonbauer die Eisen fest miteinander verdrahtet hat, wird der Beton mittels einer Betonpumpe mit einem meterlangen, flexiblen Schlauch eingefüllt. Dann steht Dalancikar mitten im noch flüssigen Beton, der danach verdichtet wird. Das passiert mit einem dicken Rüttelstab, der in die noch nicht abgebundene Masse gehalten wird und der dafür sorgt, dass keine Luftblasen im Beton entstehen. Danach wird die Oberfläche fein abgezogen. Dalancikar hat den routinierten Blick und das Gefühl dafür, wann alles perfekt verdichtet ist.

Rüdiger Jacob

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