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Wirtschaft im Norden Erste Runde: Bei Dräger wird verhandelt
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Erste Runde: Bei Dräger wird verhandelt
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17:00 13.09.2019
Blick in die „Zukunftsfabrik“ von Dräger in der Lübecker Revalstraße. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Um 9 Uhr setzten sich die Verhandlungsdelegationen in Räumen des Unternehmens zusammen. Zur Diskussion stehen ein Abbau von 150 Stellen über Restrukturierungen und ein Gehaltsverzicht für drei Jahre. „Es war eine konzentrierte und konstruktive Stimmung“, sagte Daniel Friedrich, Geschäftsführer der IG Metall Lübeck-Wismar, im Anschluss an die Sitzung. Beide Seiten hätten ihre Vorstellungen erklärt, die Gewerkschafter hätten Kritik am Vorgehen der Geschäftsführung geäußert „In dieser ersten Runde ging es vor allem ums gegenseitige Zuhören und Verstehen“, sagte Friedrich. Nach zwei Stunden habe man sich auf den kommenden Mittwoch, 18. September, vertagt.

Mittwoch Betriebsversammlung

An diesem Tag findet morgens um 9 Uhr die Betriebsversammlung der Drägerwerk AG in der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK) statt. Angesichts der Einsparpläne birgt die Versammlung diesmal besondere Brisanz, mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden erwartet. Am Nachmittag um 15 Uhr treffen sich die Verhandlungskommissionen zum zweiten Mal. „Unser Ziel ist, am besten vor den Herbstferien Klarheit zu schaffen“, sagte Friedrich. Man müsse sehen, ob das schon am Mittwoch gelinge oder ob weiterverhandelt werde.

Ende August hatte Vorstandschef Stefan Dräger Einsparungen angekündigt, um die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Die Ergebnisse vor allem in der Medizintechnik-Sparte des Unternehmens waren stark geschrumpft.

Von Christian Risch

Der Weg für Verhandlungen über Sparmaßnahmen bei Dräger ist frei: Die Mitglieder der IG Metall im Betrieb votierten am Donnerstag fast einstimmig dafür. Bereits am Freitag geht es los.

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