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Wirtschaft im Norden Schnell heiraten wegen der Steuer!
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12:00 14.07.2019
Sonntags schreibt Börsenexperte Frank Meyer (n-tv) pointiert für die LN über Geld und Märkte. Quelle: LN-ARCHIV
Frankfurt am Main

Und hoppla! Da sind sie schon! Auch in Trumpland stehen die Zeichen auf Zinssenkungen, denn in die wirtschaftliche Stimmung trübt sich nach und nach ein. Die Börsen aber tanzen auf ihren neuen Rekordständen herum. Der breiter gefasste S&P500 kletterte erstmals über 3000 Punkte, der Dow Jones über 27 000 Zähler. Die Kurse wurden auch dadurch getrieben, dass US-Unternehmen immer mehr Schulden machen, um damit eigene Aktien aufzukaufen und das Angebot damit zu verknappen. Ihr Schuldenstand beläuft sich auf inzwischen auf 10 000 Milliarden US-Dollar.

Hierzulande warnte BASF vor einem drastischen Gewinneinbruch in diesem Jahr. Die Deutsche Bank… ach lassen wir das! Und Daimler kappte schon wieder seine Prognose. Auch aus den hinteren Sitzen an der Börse hagelte es etliche Gewinnwarnungen. Angesichts der Lage kündigt die EZB die nächste Lockerung ihrer ohnehin schon lockeren Geldpolitik an, was wie in den USA an eine Vollkasko-Versicherung erinnert. Nein, man wird nirgendwo mehr eine von den Gelddrogen abhängige Wirtschaft und Finanzmärkten auf Entzug setzen, ohne gigantische Schäden in Kauf zu nehmen. Dann wird die Geldflut die Kurse später noch höher treiben. Wer hat, bekommt wahrscheinlich noch mehr.

Sicher ist hingegen, dass man mit normaler Arbeit kaum mehr reich wird. So arbeiten wir nach Berechnung des Bundes der Steuerzahler diesmal bis zum 15. Juli für Steuer und Sozialkasse – ab Montag 21.56 Uhr endlich in die eigene Tasche. Singles erst ab 19. Juli –und jedes Jahr ein bisschen länger. Deshalb ein geldwerter Tipp: Heiraten Sie schnell noch! Egal wen oder wessen!

Frank Meyer

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