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Wirtschaft im Norden Friederike C. Kühn wiedergewählt
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20:13 05.02.2019
IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning (v.l.) mit dem neuen Präsidium um Dr. Arno Probst, Norbert Jürgen Basler, Nils Offer, Friederike C. Kühn, Jochen Brüggen, Alexandra von Oven-Batsch, Thomas Buhck und Hagen Goldbeck. Quelle: Lutz Roeßler
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Lübeck

Die Unternehmerin Friederike C. Kühn ist am Dienstagabend erneut zur Präses der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Lübeck gewählt worden. Alle 42 anwesenden Mitglieder der eigentlich 64-köpfigen Vollversammlung sprachen sich einstimmig für eine weitere dreijährige Amtszeit der Unternehmerin aus Bargteheide aus. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Die Chefin einer Werbeagentur war 2013 als erste Frau in der langen Geschichte der Kammer an deren Spitze gewählt und 2016 bereits einmal im Amt bestätigt worden. Eine Änderung in der IHK-Satzung machte jetzt eine weitere Amtszeit von Kühn möglich: Bis dato war nur eine direkte Wiederwahl für einen Präses möglich, nun sind es zwei. Ende 2021 ist aber endgültig Schluss.

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Präsidium wächst auf sieben Mitglieder

Bis es soweit ist, hat Kühne aber noch viel vor: „Ich möchte unseren vielen angestoßenen Projekte, zum Beispiel im Bereich der Existenzgründung und Digitalisierung, weiter etablieren und vorantreiben.“ Und dabei bekommt sie in Zukunft mehr Unterstützung. Denn das ebenfalls einstimmig gewählten Präsidium ist um zwei Mitglieder gewachsen. Neben Norbert Jürgen Basler (Basler Verwaltungs-GmbH, Großhansdorf), Thomas Buhck (Buhck GmbH & Co. KG, Wentorf), Jochen Brüggen (H.+J. Brüggen, Lübeck) und Dr. Arno Probst (CGU, Harmsdorf) finden sich mit Hagen Goldbeck (Neue Impulse, Lübeck), Nils Offer (id-netsolutions, Kayhude) und Alexandra von Oven-Batsch (Seehuus, Niendorf) auch drei Neulinge. „Die Aufstockung im Präsidium ermöglicht es jetzt, die Aufgaben auf mehrere Schulter zu verteilen. Zudem werden jetzt alle Branchen und Regionen im Präsidium repräsentiert“, freut sich Kühn über ihr neues Präsidium, das jetzt über die maximale Anzahl an Vicepräsiden verfügt.

Interessensvertretung

Mehr als 70 000 Unternehmen aus Lübeck sowie den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Segeberg und Stormarn gehören der Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK) nach eigenen Angaben an. Sie wurde im Jahr 1853 gegründeten und versteht sich als „serviceorientierter Dienstleister, unternehmensnaher Interessenvertreter und kritischer Partner von Politik und Verwaltung“.

Das planen die Neulinge

Für Hagen Goldbeck war der Wechsel ins Präsidium nach aktiver Zeit in der IHK-Vollversammlung „der nächste logische Schritt“. Der Lübecker Unternehmensberater möchte Themen wie Unternehmensgründung und -übernahmen weiter vorantreiben. Das Spezialgebiet von Nils Offer aus Kayhude ist dagegen die Digitalisierung. Er will die Unternehmen bei diesem schwierigen Prozess unterstützen und meint: „In Lübeck herrschen mit den Hochschulen optimale Voraussetzungen für ein digitales Zentrum im Land.“ Alexandra von Oven-Batsch, die das Seehuus Lifestyle-Hotel in Niendorf betreibt, möchte sich angesichts des immer größeren bürokratischen Aufwands für Unternehmen bei der IHK einbringen. „Es nützt ja nichts, immer nur im Privaten zu meckern. Deswegen engagiere ich mich im Präsidium.“

MuK-Chefin Jarabek scheidet aus

Auf eigenen Wunsch ausgeschieden aus dem IHK-Präsidium ist nach sechs Jahren dagegen MuK-Chefin Ilona Jarabek, die als Präsidentin des EVVC (Europäischer Verband der Veranstaltungs-Centren) Ende vergangenen Jahres zusätzlich in das Präsidium des Bundesverbandes der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) gewählt worden war. Jarabek bleibt der IHK im Ausschuss für Tourismuswirtschaft aber erhalten.

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Jan Wulf