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Wirtschaft im Norden Für Entschädigungen ist Luftlinie entscheidend
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21:10 07.09.2017
Luxemburg

. Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat im Fall von drei Hamburger Reisenden der Entschädigung von Fluggästen bei Verspätungen Grenzen gesetzt. Bei der für die Höhe einer Erstattung maßgeblichen Entfernung zwischen Start- und Zielflughafen sei ausschließlich die Luftlinienentfernung ausschlaggebend, entschieden die Richter gestern. Wer statt eines Direktfluges eine Umsteigeverbindung wählt und deswegen eine längere Strecke zurücklegt, hat deshalb kein Recht auf eine höhere Entschädigung.

Bei einer Verspätung von drei Stunden oder mehr haben Fluggäste innerhalb der EU bei Flügen von 1500 Kilometern oder weniger Anspruch auf eine Entschädigung von 250 Euro. Ist die Entfernung weiter als 1500 Kilometer, beträgt die Entschädigung 400 Euro.

Im konkreten Fall hatten drei Fluggäste geklagt, die von Rom über Brüssel nach Hamburg gereist waren. Da die tatsächlich zurückgelegte Flugstrecke 1656 Kilometer betrug – 1173 Kilometer für die Entfernung Rom-Brüssel, 483 Kilometer zwischen Brüssel und Hamburg –, hatten sie auf die höhere Zahlung gepocht. Nach dem Urteil ist aber allein die Luftlinienentfernung von 1326 Kilometern zwischen Rom und Hamburg zu berücksichtigen (Rechtssache C-559/16).

LN

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