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Wirtschaft im Norden Dräger legt wieder zu
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13:14 30.10.2019
Bei Dräger in Lübeck, hier das Gebäude in der Revalstraße, arbeiten knapp 5000 Menschen. Weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 13 000 Mitarbeiter. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

Mehr Aufträge, mehr Umsatz: Der Auftragseingang bei Dräger wuchs von Januar bis September währungsbereinigt um 3,5 Prozent. Nominal stieg er um 4,4 Prozent auf 2,016 Milliarden Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 1,931 Milliarden Euro. Die Aufträge kamen vor allem aus Europa und Amerika. In Afrika, Asien und Australien verharrten sie auf dem Niveau des Vorjahres. In der Sicherheitstechnik war der Auftragseingang offenbar besonders stark, in der Medizintechnik dagegen leicht rückläufig.

Ergebnis noch im Minus

Der Umsatz legte währungsbereinigt um 8,9 Prozent zu. Nominal stieg er um 9,8 Prozent auf 1,899 Milliarden Euro (Vergleichszeitraum des Vorjahres 1,729 Milliarden Euro). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag nach neun Monaten bei minus 2,9 Millionen Euro – im Jahr 2018 waren es nach neun Monaten noch minus 41 Millionen Euro. Die Ebit-Marge betrug minus 0,2 Prozent.

Umsatzentwicklung „sehr ordentlich“

„Unsere Umsatzentwicklung sieht sehr ordentlich aus“, sagte Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. Das rühre allerdings auch daher, dass das erste Halbjahr 2018 durch Lieferschwierigkeiten beeinträchtigt gewesen sei und man mit einem guten Auftragsbestand in dieses Jahr gestartet sei.

Prognose wurde angehoben

Im dritten Quartal konnte das Unternehmen beim Auftragseingang sogar ein Plus von 4,3 Prozent verzeichnen. „Das ist eine gute Basis für das anstehende Jahresendgeschäft“, erklärte Dräger. Die Umsatzprognose für 2019 wurde angehoben. Dräger erwartet jetzt für das Gesamtjahr ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 4,0 bis 6,0 Prozent. Die Ebit-Marge wird unverändert zwischen 1,0 und 3,0 Prozent erwartet.

Drei Jahre auf Sparkurs

Das Geschäftsjahr 2018 war mit einem Gewinnrückgang von 60 Prozent für Dräger enttäuschend verlaufen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging auf 62,6 Millionen Euro zurück. Daraufhin hatte der Konzern im Spätsommer angekündigt, die Personalkosten senken zu wollen. Von Januar an sollen Personalüberhänge durch Versetzungen, Altersabgänge und andere Maßnahmen geregelt werden. Betriebsbedingte Kündigungen sollen vermieden werden, Standortschließungen bis 30. Juni 2023 ausgeschlossen sein. Gleichzeitig verzichten die Beschäftigten für die kommenden drei Jahre auf Tariferhöhungen. Auf diesen Kompromiss hatten sich Unternehmen und Gewerkschaft Ende September geeinigt.

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