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19:22 14.02.2020
Auf der „IT for Business“ stellten sie den Start-up-Accelerator Gateway49 vor (von links): IHK-Hauptgeschäftsführer Lars Schöning, Wirtschaftsminister Bernd Buchholz, Stefan Stengel (Glocal Consult), Frank Schröder-Oeynhausen, Geschäftsführer Technikzentrum Lübeck, Sandra Meiers (TZL) und Niclas Apitz (TZL). Quelle: TZL
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Lübeck

„Wir kümmern uns, öffnen Türen und unterstützen Deine Idee“, heißt es auf der Internetseite www.gateway49.com. Unter dieser Adresse können sich interessierte Teams bis zum 15. März beim „Start-up-Accelerator“ bewerben. Wer ausgewählt wird, durchläuft ein neunmonatiges Workshop- und Trainingsprogramm und erhält insgesamt 30 000 Euro Förderung.

Enge Begleitung der Teams

Ziel ist es, ausgewählte Start-up-Teams in kurzer Zeit möglichst nah an die Marktreife heranzuführen. „Das machen wir nicht alleine, sondern in enger Kooperation mit der Wirtschaft. Das Besondere ist: Wir nehmen von den Start-ups keine Beteiligungen“, sagt TZL-Geschäftsführer Frank Schröder-Oeynhausen. „Wir fördern pro Jahr zwölf Teams. Die Begleitung der Teams durch Mentoren und Coaches ist dabei ein sehr wichtiger Bestandteil.“ Nicht nur Hochschulabsolventen seien willkommen, „wir freuen uns ebenso über Bewerberinnen und Bewerber, die bereits Erfahrung gesammelt haben“, sagt Schröder-Oeynhausen.

Neun Monate Training

Die Idee von Gateway49 ins Leben gerufen haben das TZL gemeinsam mit der IHK zu Lübeck und der Firma Glocal Consult. „Wir sehen unsere Aufgabe darin, Gründungen und Innovationen zu fördern. Gerade beim Thema Digitalisierung müssen wir viel mehr machen. Der Standort Deutschland wird auf diesem Sektor immer mehr abgehängt“, sagt Stefan Stengel von Glocal Consult, der das Projekt als Programm-Manager betreut. „Wir begleiten die Teams neun Monate lang – von der Ideenfindung bis zum Markteintritt. Wir glauben, eine kürzere Begleitung ist nicht erfolgreich.“

Viele namhafte Unterstützer

Gesucht werden neue Geschäftsideen in den vier Feldern Medizintechnik (Life Science), Nahrungsmittelindustrie, Smart City und Logistik. Die Coaches und Mentoren, die den Start-up-Teams zur Seite stehen, kommen aus namhaften Unternehmen, Verbänden und Institutionen. Unterstützer von Gateway49 sind unter anderem die Firmen Dräger, Possehl, Visiconsult, Postnord und Mach AG, die Sparkasse zu Lübeck, die Volksbank Lübeck, die Spedition Bode, die TT Line, die Stadtwerke Lübeck, die Wirtschaftsförderung, Food Regio, die Universität Lübeck und TH Lübeck. 50 Prozent der Projektsumme von 800 000 Euro finanziert das Land Schleswig-Holstein, 50 Prozent die Unterstützer.

Informationen vor Ort

Vor dem Bewerbungsschluss am 15. März haben Interessierte mehrfach die Möglichkeit, sich vor Ort über Gateway49 zu informieren. Am 2. März ab 15 Uhr bietet das TZL eine Informationsveranstaltung an. Am 4. März gibt es dann in den Räumen des TZL ein „Flirt Camp“: Hier haben Gründungswillige die Chance, mit Mentoren und Unterstützern aus den Unternehmen zu sprechen oder die Experten des TZL zu befragen. Gründer, die eine Idee, aber noch keine Mitstreiter haben, können hier mit anderen in Kontakt kommen. Am 10.3 folgt dann das „Boot Camp“ in der Dräger-Garage – hier steht die Praxis im Vordergrund. Gründerteams können sich präsentieren und bekommen Hilfe bei ihrer Bewerbung. Nach dem 15. März wertet eine Jury die Bewerbungen aus und erstellen eine Shortlist mit maximal 12 Teams.

Am 1. April ist „Pitch Day“

Am 31. März wird der „Start-up-Accelerator“ mit einer Party offiziell eröffnet, am 1. April ist „Pitch Day“, dann treten die nominierten Teams an und präsentieren ihre Idee der Jury aus Fachleuten und Unterstützern. Am Ende des Tages werden die ersten vier bis sechs Start-ups bekanntgegeben, die dann in ihr Trainingsprogramm starten. Ihnen stehen moderne Büros am Campus Lübeck zur Verfügung und jederzeit Unterstützung durch die Experten des Projektes. Ihre Fortschritte werden in den kommenden Monaten regelmäßig überprüft, sie müssen Zwischenergebnisse vorlegen. Auch die 30 000 Euro werden nicht auf einmal, sondern in kleinen Tranchen ausgezahlt. Am 1. Juli oder 1. Oktober sind weitere Starttermine geplant.

Lob vom Minister

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) hat auf der Messe „IT for Business“ die Unterstützung des Landes zugesagt. Er hält viel von der Idee. „Die Teams erhalten durch das Projekt Unterstützung und spezifisches Fach-Know-how und Beratung durch die etablierte Wirtschaft. Etablierten Unternehmen aus den genannten Wirtschaftsclustern wird der Austausch und die Zusammenarbeit mit den Start-ups ermöglicht. Ich sehe darin einen doppelten Gewinn, nämlich für junge Gründerinnen und Gründer, aber auch für etablierte Unternehmen, die von der Kreativität der Start-ups profitieren“, erklärt Buchholz. Das zeige sich auch daran, dass die Wirtschaft sich zur Hälfte an den Kosten beteiligen wolle.

Hoffen auf Gründungsdynamik

„Mit der Unterstützung des Gateway49 wollen wir die Gründungsdynamik in Schleswig-Holstein weiter befördern und auch für Gründerinnen und Gründer außerhalb von Schleswig-Holstein noch attraktiver werden, denn wir brauchen kreative und innovative Köpfe“, erklärt der Wirtschaftsminister. 10 Bewerbungen gibt es schon jetzt, viele weitere werden noch folgen, hofft TZL-Geschäftsführer Frank Schröder-Oeynhausen. „Es wäre toll, wenn wir durch Gateway49 das Thema „Gründung“ in Lübeck hip machen könnten“, sagt er.

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