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Wirtschaft im Norden Keinen Bock auf Risiko?
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18:10 30.06.2018

Der Weg der Börsen aufwärts ist oft viel steiniger als abwärts. Seit dem letzten Streich der glorreichen 25 im EZB-Rat hat der Dax fast 1000 Punkte eingebüßt oder sechs Prozent in zwei Wochen. Im gesamten Juni ging es drei Prozent ins Minus. Vielleicht ist der Drops mit dem ewigen Aufschwung ein paar Handelskriege später längst schon gelutscht. Experten werden auch dann behaupten, kursschwache Tage wären Kauftage. In Bullenmärkten stimmt das, doch was, wenn dieser längst ein Bärenmarkt ist? Dann wären kursstarke Tage eher die Verkaufstage. Fakt ist, den Dax gibt es seit seinem Hoch am 23. Januar rund zehn Prozent billiger. Gefühlt aber ist er seitdem gestiegen, meldet die Aktuelle Kamera. Wobei Fata Börsianas meist dann auftauchen, wenn zu lange und zu tief in Gläser oder Glaskugeln geschaut wird. Wie geht es weiter? Meist anders als erhofft. Das Problem kennt auch die Deutsche Bank. Nie notierte die Aktie so tief wie heute. Laut einer Umfrage ist nicht mal die Hälfte der unterbezahlten Verlustbringer stolz, dort zu arbeiten. Früher war ein Deutschbanker der Traum jeder Schwiegermutter. Heute macht man Witze über ihn. Aber was passiert, wenn eine große Bank kippen sollte? Für den Ernstfall gibt es die Einlagensicherung ohne nennenswerte Einlagen und bald soll die europäische Variante kommen, wo jeder für jeden bürgt. Dann aber ist alles so sicher wie der WM-Sieg der deutschen Nationalmannschaft in Moskau bzw. offene Balkontüren für Einbrecher. Das mit dem Geld auf der Bank ist Vertrauenssache. Bei Licht betrachtet, handelt es sich um eine Forderung gegenüber der Bank, dass diese das Geld auch wieder herausrückt, wenn man es haben will. Mir sind Forderungen suspekt vor allem gegenüber Institutionen, die sich nur an Worten messen lassen wollen und nicht an ihren Taten.

LN

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