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Wirtschaft im Norden Bahn bekommt neue Doppelstockwagen
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06:56 06.06.2019
Sie unterzeichneten den Vertrag: Samuel Haack und Torsten Reh für die Deutsche Bahn sowie Jure Mikolčić und Steffen Obst (v. l.) von der Stadler GmbH. Quelle: Lutz Roeßler
Lübeck

„Wir freuen uns, dass wir so ein attraktives Fahrzeug bekommen werden“, sagte Samuel Haack, Verkehrsvertragsmanager Netz Ost bei der DB Regio AG, bei der Vertragsunterzeichnung in Lübeck. Die Doppelstockwagen vom Typ Kiss (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) sind den Bedürfnissen der Nord-Bahnfahrer angepasst. So bieten die neuen Triebzüge 36 Fahrradstehplätze, bisher stehen nur rund 16 zur Verfügung. „Das ist eine deutliche Verbesserung, gerade in der Küstenregion“, betont Torsten Reh, Leiter der DB Region Nord.

Ausschreibung lief europaweit

Dazu gibt es gute Möglichkeiten zur Gepäckunterbringung, erklärt Jure Mikolčić, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadler Pankow GmbH, die sich bei der europaweiten Ausschreibung der Deutschen Bahn (DB) durchgesetzt hat. Bis 2022 sollen die 18 Doppelstockwagen für das Netz Ost geliefert werden. Der Auftragswert: 220 Millionen Euro. „Der Zuschlag bestätigt den Bedarf der Eisenbahnverkehrsunternehmen an modernen, zuverlässigen Doppelstockfahrzeugen mit einer hohen Laufruhe, die eine große Personenzahl komfortabel und schnell befördern.“

Kiss-Doppelstockwagen fahren schon in elf Ländern

Jeder Doppelstockwagen verfügt über 405 Sitzplätze, davon 38 oben in der ersten Klasse. Die Fahrzeuge, die blau-türkis gestaltet werden, sollen flächendeckendes WLan, elektronische Sitzplatzreservierung sowie eine Videoüberwachung bieten. Der Einsteig soll barrierefrei möglich sein. Laut Mikolčić sind die hochmodernen Triebwagen „nah am Fernverkehrsniveau“. Er rechnet daher mit einer hohen Kundenakzeptanz. „Den Kiss-Doppelstockwagen haben wir bereits mehr als 300 Mal in elf Länder verkauft. Das ist ein sehr erfolgreiches Produkt.“

Der Vertrag ist unterzeichnet: Das Unternehmen Stadler baut 18 neue Doppelstocktriebwagen für die DB Regio. Sie rollen ab 2022 zwischen Hamburg und Lübeck.

Die Fahrzeuge weisen nach Angaben des Herstellers durch vier angetriebene Drehgestelle eine hohe Fahrdynamik mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Kilometer pro Stunde auf. Bis zu drei Triebzüge können aneinander gekoppelt werden.

Bessere Taktung ab Dezember 2022

Pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 sollen die neuen Fahrzeuge in den Regelbetrieb gehen. Dazu verspricht die Bahn einen Halbstunden-Takt zwischen Hamburg und Lübeck, jeweils zwei Kundenbetreuer im Zug sowie mehr Sprinter in der Hauptverkehrszeit. Sie starten in der Hauptverkehrszeit immer kurz vor den Regelzügen und benötigen nur 38 Minuten Fahrzeit zwischen den Hansestädten. „In den Sommermonaten soll Travemünde durch einen Halbstunden-Takt näher angebunden werden“, betont Haack. Hamburger werden ohne Umstieg bis Travemünde fahren können, verspricht die Bahn.

Lob kommt vom Fahrgastverband Pro Bahn. Zwar hatte man sich großzügigere Züge gewünscht. „Stadler hat in der Branche einen guten Ruf“, berichtet Stefan Barkleit vom Landesverband Schleswig-Holstein. Noch seien 36 Monate Zeit bis zum Probebetrieb im Juni 2022, „das sollte zu schaffen sein“.

Das Elektronetz Ost

Das Elektronetz Ost umfasst 175 Kilometer Strecke. Die DB Regio hat im März erneut den Zuschlag erhalten und bleibt damit weiterhin Betreiber auf den Strecken HamburgLübeck, LübeckTravemünde und LübeckPuttgarden Vor elf Jahren ist die Bahnstrecke HamburgLübeck elektrifiziert worden.

Mit rund 850 Regional-Expresszügen und Regionalbahnen ist die DB Regio in Schleswig-Holstein und Hamburg sowie von Lübeck nach Lüneburg in Niedersachsen unterwegs. Sie bringt täglich etwa 107 000 Pendler und Ausflügler an ihr Ziel.

Julia Paulat

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