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Wirtschaft im Norden Possehl-Gruppe auf hohem Niveau
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18:24 13.02.2019
Der Sitz der L. Possehl & Co. mbH Unternehmsgruppe in der Lübecker Innenstadt. Quelle: Bodo Marks/dpa
Lübeck

Possehl bleibt auf Erfolgskurs: Der Lübecker Mischkonzern hat im Geschäftsjahr 2018 einen Konzernumsatz von 3,8 Milliarden Euro verbucht – und erreicht damit zum dritten Mal in Folge das hohe Niveau vom Vorjahr. Bereinigt um Währungsumrechnungs- und Edelmetallpreiseffekte betrug das Wachstum nach Unternehmensangaben rund acht Prozent. Das operative Ergebnis vor Steuern stieg um drei Prozent auf die Rekordsumme von 162 Millionen Euro. „Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren insgesamt noch gut. Und wir haben die sich daraus ergebenden Chancen genutzt und unsere Wettbewerbsposition weiter ausbauen können“, bilanziert Dr. Joachim Brenk, seit eineinhalb Jahren Vorstandsvorsitzender der L. Possehl & Co. mbH. Zunehmende Handelsbeschränkungen und der bevorstehende Brexit hätten noch keine spürbaren Auswirkungen gezeigt.

Portfolio weiter ausgebaut

Die Possehl-Gruppe hat das Unternehmensportfolio indes nach eigenen Angaben weiter ausbauen und stärken können. So sei es gelungen, im Druckmaschinenmarkt das amerikanische Unternehmen Goss zu übernehmen und mit manroland web systems zusammenzuführen, berichtet Sprecher Lutz Nehls. Gefertigt werde jetzt nur noch in Augsburg, die Fertigung in den USA sei geschlossen. Zudem sei es gelungen, die Mehrheit an der Hänsel-Group zu erwerben, die Maschinen für die Süßwarenindustrie herstellt. „Possehl steht auf einem ausgesprochen stabilen Fundament und verfügt über ein breites Unternehmensportfolio in zukunftsträchtigen Branchen sowie gut gefüllte Auftragsbücher“, sagt Brenk.

200 Tochtergesellschaften

Zur weltweit agierenden Possehl-Gruppe gehören aktuell neun voneinander wirtschaftlich unabhängige, dezentral organisierte Geschäftsbereiche. Sie umfasst die L. Possehl & Co. mbH sowie 200 Tochtergesellschaften in mehr als 30 Ländern mit insgesamt 13 300 Beschäftigten. Das Unternehmen war im Jahr 1847 von Ludwig Possehl als Platzhandel für Eisenwaren in Lübeck gegründet worden. Seit 1919 ist die gemeinnützige Possehl-Stiftung alleinige Gesellschafterin.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden mehr als 100 Millionen Euro in die Erneuerung und Erweiterung der Fertigungskapazitäten und in Zukunftsprojekte investiert. „Einen Schwerpunkt legen wir dabei auf Digitalisierungsinvestitionen und die Schaffung moderner Arbeitsbedingungen“, betont Brenk. Die Investitionsquote – bezogen auf den Bestand des Anlagevermögens – betrug 30 Prozent und soll in den kommenden Jahren ein gleichbleibend hohes Niveau halten. Die Finanzierung erfolgte nach Auskunft des Unternehmens ausschließlich aus Eigenmitteln.

Wie viel Geld in die gleichnamige Stiftung fließen wird, beschließt die Gesellschafterversammlung im Mai. In den vergangenen Jahren war die laufende Dividende um je eine Million Euro erhöht worden.

Julia Paulat

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