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Wirtschaft im Norden Minister: Erneuerbare Energien müssen günstiger werden
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21:48 15.03.2018
Messebesucher betrachten Rasenmäher-Roboter, die mit einem Elektroantrieb ausgestattet sind. Quelle: Fotos: A. Heimken,j. Stratenschulte/dpa
Husum

„Die Erneuerbaren – die Zukunft günstiger machen und die Vergangenheit teurer“, das sei für die nächste Phase der Energiewende entscheidend. Der Grünen-Politiker forderte dabei auch „eine Reform der Abgaben, Gebühren und Steuersysteme in allen Bereichen“. Derzeit hätten Strom, Wärme, Gas oder Öl völlig unterschiedliche Abgabensysteme. Ein Wechsel von einem System in ein anderes sei nicht nur ein physikalisches Problem, das mit Ingenieurwissen und Erfindertum gelöst werden könne, wie es auf der Messe zu sehen sei. „Faktisch blockiert politisches Siegeldenken diesen Übergang“, sagte Habeck.

Schleswig-Holsteins Energiewendeminister Robert Habeck (Grüne) hat eine Reform der Abgaben und Umlagen auf Energie gefordert. „Erneuerbare müssen günstiger werden, und sie müssen in alle Bereiche wie Wärme und Mobilität und Speicher rein“, sagte Habeck in Husum bei der Eröffnung der Messe New Energy für erneuerbare Energien.

Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) wies darauf hin, dass unter den Besuchern immer mehr interessierte Laien seien, „die im Bewusstsein um die Wichtigkeit der Energiewende danach fragen, wie jeder einzelne an der Energiewende mitwirken kann, wie er sich einbringen, und was er tun kann.“

Nach Angaben des Energiewendeministeriums ist Schleswig-Holstein beim Ausbau der Erneuerbaren weiter auf Erfolgskurs. „2016 erreichte Strom aus Erneuerbaren Energien in Schleswig-Holstein einen rechnerischen Anteil am Bruttostromverbrauch von rund 128 Prozent, während es bundesweit rund 32 Prozent waren“, sagte Habeck. Damit hätten Erneuerbare Energien 2016 rechnerisch einen rund viermal so hohen Anteil an der Stromversorgung wie der Bundesdurchschnitt. Bezogen auf den gesamten Energieverbrauch sei Schleswig-Holstein mit einem Anteil von 33 Prozent aus Biomasse, Solar- und Windenergie ebenfalls deutlich besser als der Bundesdurchschnitt mit 15 Prozent, sagte der Energiewende-Minister.

Das Motto der New Energy 2018 lautet „Vernetzen, Verknüpfen – Zukunft machen“. Rund 100 Aussteller aus dem In- und Ausland erwarten auf der viertägigen Veranstaltung mehr als 10 000 Besucher. Die New Energy zeigt auf dem 10000 Quadratmeter großen Messegelände Fachleuten und interessierten Verbrauchern, wie sie erneuerbare Energien, Einspartechnologien oder auch Elektrofahrzeuge nutzen können.

Die Messe war 2002 erstmals veranstaltet worden.

Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) betonte, wie wichtig die Messe für das nördlichste Bundesland ist. Gerade die alternativen Antriebsformen lägen ihm sehr am Herzen, sagte der Minister. Als Beispiel nannte er den geplanten E-Highway an der A 1 zwischen Reinfeld und Lübeck. „Dies ist eines der Themen, denn es geht ja darum, den Strom, den wir hier in regenerativer Form herstellen, auch so zu nutzen, dass er nicht nur ins Stromnetz geht, sondern dass wir da die angekoppelten Sektoren wie Mobilität, Wärmeerzeugung mitbefördern.“ Dazu brauche man innovative Projekte. „Wenn wir in der Lage sind, als Bundesland den Güterverkehr auf der Straße mit dem E-Highway voranzubringen, dann ist das ein großer Innovationsschub, der nicht nur für Schleswig-Holstein, sondern für die ganze Republik wichtig ist“, sagte Buchholz.

LN

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