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Wirtschaft im Norden Möbel-Rückkauf bei Ikea in Lübeck geht los
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12:54 15.07.2019
Wer seine Gebrauchtmöbel bei Ikea verkauft, bekommt einen Gutschein des Einrichtungshauses. Quelle: dpa
Lübeck

Ikea Deutschland bietet seit Montag seinen Kunden in allen 53 Einrichtungshäusern an, ein bestimmtes Sortiment von gebrauchten Ikea-Möbeln zurückzukaufen. Diese werden anschließend in der Fundgrube wieder angeboten. Das Konzept mit dem Titel „zweite Chance“ wurde zuvor in fünf Ikea-Filialen getestet und kam so gut an, dass es seit dem 15. Juli auf ganz Deutschland ausgeweitet wird.

Unternehmenssprecherin Nathalie Schmoll erklärt im Gespräch mit den LN, wie der neue Service funktioniert: Zuerst müsse man auf der Ikea-Webseite www.ikea.de/zweitechance prüfen, ob das jeweilige Möbelstück für einen Rückkauf in Frage komme. Rund 1000 Artikel seien dort hinterlegt. „Es müssen dort mehrere Fragen zum Produkt beantwortet werden. Wichtig ist, dass es sich in einem guten bis sehr guten Zustand befindet. Das Alter ist nicht so entscheidend, auf den Zustand kommt es an“, sagt Schmoll. Würde Ikea das Möbelstück zurückkaufen wollen, erhalte der Kunde einen Preisvorschlag.

Produkt muss aufgebaut sein

Ist er mit diesem einverstanden, bekommt er einen Zettel mit einer Registrierungsnummer. „Diesen bringt er zusammen mit seinem Produkt in das nächste Ikea-Einrichtungshaus und meldet sich am Return-Schalter“, berichtet Schmoll. Ein Mitarbeiter überprüft das Möbelstück auf Vollständigkeit und ob es sich tatsächlich in dem Zustand befindet, den der Kunde angegeben hat. „Dabei ist es ganz wichtig, dass das Produkt aufgebaut ist. Nur so kann die Vollständigkeit überprüft werden“, sagt die Sprecherin.

Wenn alles in Ordnung ist, erhält der Kunde einen Einkaufsgutschein von Ikea, von dem er dort wieder neue Möbel und Einrichtungsgegenstände – oder gebrauchte in der Fundgrube – kaufen kann. Die Höhe des Gutscheinwertes kann bis zu 50 Prozent des Neupreises des jeweiligen Möbelstücks betragen. Die Fundgrube, in der das alte Möbelstück dann angeboten wird, befindet sich vor dem Kassenbereich. Die gebrauchten Produkte sind speziell gekennzeichnet.

Testphase lief sehr gut

„Unsere Testphase lief sehr gut. Innerhalb von zwei Tagen waren die gebrauchten Möbel wieder verkauft. Wir nehmen von den Käufern auch nur den Preis, den wir dem ehemaligen Besitzer bezahlt haben – plus Mehrwertsteuer. Wir wollen also daran nichts verdienen, sondern die alten Möbel wieder in den Umlauf bringen“, sagt Schmoll. Auch in anderen Ländern biete Ikea einen solchen Service an, sagt die Sprecherin. In der Schweiz etwa heiße das Konzept „zweites Leben“.

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) begrüßt das neue Angebot des Möbelriesen. „Kunden, die sich für gebrauchte Möbel entscheiden, setzen ein klares Zeichen für den Umwelt- und Naturschutz“, sagt der Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Sebastian Musolf

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