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Wirtschaft im Norden NordLink in Sicht: Wilster als Energie-Drehscheibe
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20:10 06.10.2017
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Wilster/Nortorf

Die Stromverbindung zwischen Deutschland und Norwegen hat eine weitere Etappe genommen. Gestern wurde in der Gemeinde Wilster/Nortorf Richtfest für die Konverterstation gefeiert, über die vom Jahr 2020 an Wasser- beziehungsweise Windstrom in die Versorgungsnetze beider Länder eingespeist werden soll. „Wir liegen im Zeitplan und sind im Budget“, sagte Lex Hartmann, Mitglied der Geschäftsführung des Übertragungsnetzbetreibers Tennet. Bis zu zwei Milliarden Euro sind für das Gesamtprojekt mit Kabelverlegungen, Anlagen in Norwegen sowie neuer Konverterstation nebst Umspannwerk in Wilster (Kreis Steinburg) geplant.

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Umweltminister Robert Habeck (l., Grüne) und Tennet-Geschäftsführer Lex Hartman. Quelle: Foto: Scholz/dpa

Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck bezeichnete Nordlink als ein Vorzeigeprojekt für die europäische Energiewende. „Wir können die Klimaziele nur erreichen, wenn wir über die Grenzen hinaus denken“, sagte der Minister für Energiewende. Das Seekabel wird bei Büsum an der Westküste ankommen. Von dort führt ein 54 Kilometer langes Erdkabel zur Konverterstation Wilster. Hier wird dann der angelandete Gleichstrom in Hallen über mehrere Stationen in Drehstrom umgewandelt und an das deutsche Hochspannungsnetz angeschlossen.

Der Umweltminister appellierte an die Politiker der künftigen Bundesregierung sowie an die Länder südlich der Elbe, „den Beschleuniger anzuwerfen“, damit die Stromverbindung Südlink vorankommt und die Energiewende weg von atomaren und fossilen Brennstoffen gelingen kann. Südlink soll ebenfalls an das Umspannwerk Wilster West angeschlossen werden.

LN