Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Norden Arbeitslosigkeit im Norden weiter gesunken
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Arbeitslosigkeit im Norden weiter gesunken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:49 30.09.2019
Unter den Kreisen hat weiterhin Stormarn mit 3,0 Prozent die niedrigsten Arbeitslosenquote und Dithmarschen mit 5,1 Prozent die höchste. Quelle: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolfoto
Kiel

Der Arbeitsmarkt trotzt der Konjunktureintrübung: Die Arbeitslosigkeit hat in Schleswig-Holstein weiter abgenommen. Auch im September ist die Zahl der Menschen ohne festen Job unter das Vorjahresniveau gesunken. Wie die Agentur für Arbeit am Montag berichtete, sind im nördlichsten Bundesland derzeit 76 300 Menschen arbeitslos gemeldet und damit 4,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Zum Vormonat August gab es einen Rückgang um 3,8 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt nunmehr 4,8 Prozent, nach 5,0 Prozent im August und 5,1 Prozent vor einem Jahr.

Wieder gab es eine Herbstbelebung

«Die typische Herbstbelebung hat im September zu einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit in Schleswig-Holstein geführt», sagte die Regionaldirektorin der Arbeitsagentur, Margit Haupt-Koopmann. «Die saisonal übliche Einstellungspraxis nach der Sommerpause kam insbesondere den jungen Fachkräften zu Gute, die nach ihrer Ausbildung nicht übernommen wurden und daher vorübergehend arbeitslos waren.» Sie seien nun nach kurzer Übergangsarbeitslosigkeit wieder in Arbeit.» Zudem habe der Ausbildungsbeginn wie stets im September zu einem deutlichen Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit geführt. Alle Personen- und Altersgruppen profitierten von der insgesamt robusten Verfassung des Arbeitsmarktes: Langzeitarbeitslos, Behinderte, Ausländer, Jüngere unter 25 und Ältere über 55 Jahren.

Zukunftsaussichten insgesamt positiv

Auch wenn die jüngsten Meldungen über den Wegfall von Arbeitsplätzen bei bekannten Unternehmen für Verunsicherung sorgten, so blieben die Zukunftsaussichten doch insgesamt positiv, kommentierte Arbeits- und Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). Auch 2020 sei ein Rückgang der Arbeitslosigkeit zu erwarten, der über dem Bundesdurchschnitt liegen solle. Buchholz stützt sich auf die Herbstprognose des Institute für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Die Zahl der Beschäftigten soll ebenfalls weiter steigen. Es gebe im Land starke Branchen wie den Gesundheits- und Pflegebereich, die von der wirtschaftlichen Entwicklung grundsätzlich wenig betroffen seien und damit krisenfeste Arbeitsplätze hätten, sagte Buchholz.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg nach den jüngsten Daten vom Juli im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent auf 1.000.500. Besonders im Gesundheits- und Sozialwesen, bei Dienstleistungen, in der öffentlichen Verwaltung und bei Sozialversicherungen sowie in der Logistik gab es deutliche Zuwächse. Deutliche Jobverluste meldete die Arbeitnehmerüberlassung.

Stormarn hat niedrigsten Arbeitslosenquote

«Ich gehe fest davon aus, dass wir auch im kommenden Monat Oktober für Schleswig-Holstein im Zuge der anhaltenden Herbstbelebung einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit melden können», sagte Haupt-Koopmann. Unter den Kreisen hat weiterhin Stormarn mit 3,0 Prozent die niedrigsten Arbeitslosenquote und Dithmarschen mit 5,1 Prozent die höchste. Bei den kreisfreien Städten schwankt der Wert zwischen 7,1 Prozent in Lübeck und 8,3 Prozent in Flensburg.

Von RND/dpa

Experte Frank Meyer schaut auf die Woche zurück und gibt Einblicke in die komplizierte Börsenwelt. Diesmal geht es um den Dax, der weiterhin nach oben klettert – trotz Brexit und Handelskrieg.

29.09.2019

Zu viel Wasser an der Küste, zu wenig Wasser im Binnenland: Die steigenden Temperaturen bringen Probleme für die Schifffahrt. Die Planer müssen umdenken.

29.09.2019

Die Commerzbank rüstet sich mit tiefen Einschnitten für die Zukunft. Gebühren steigen, viele Stellen und Filialen stehen auf dem Prüfstand. Schleswig-Holstein kommt laut Verdi glimpflich davon.

27.09.2019