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Wirtschaft im Norden Handwerkskammer: Stamer folgt auf Stapelfeldt
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Handwerkskammer: Stamer folgt auf Stapelfeldt
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16:51 08.05.2019
Die Vollversammlung der Handwerkskammer Lübeck hat Rolf Stamer (Mitte) zum neuen Präsidenten gewählt. Er löst Günther Stapelfeldt (l.) ab, der das Amt seit 2014 ausübte. Hans Peter Wollseifer (r.), der Präsident des Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), gehörte zu den ersten Gratulanten. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Lübeck

Der Lübecker Stamer dankte der Vollversammlung für das entgegengebrachte Vertrauen. Er betonte, sich in den kommenden Jahren insbesondere dafür stark machen zu wollen, dass die handwerkliche Berufsausbildung den gleichen Stellenwert und die gleiche Wertschätzung erhält wie die akademische Ausbildung. Stamer: „Leider ist bei Eltern und Jugendlichen immer noch der Glaube weit verbreitet, dass man nur mit einem Studium die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt und die besten Aufstiegschancen hat. Das muss sich dringend ändern.“

Kostenfreie Fortbildung gefordert

Der neue Präsident der Handwerkskammer Lübeck fordert in diesem Zusammenhang, dass die Fortbildung zum Meister ebenso wie ein Studium kostenfrei sein soll. Einen weiteren Schwerpunkt seiner Präsidentschaft sieht Stamer darin, dem Fachkräftenachwuchs eine moderne handwerkliche Ausbildung im digitalen Zeitalter zu ermöglichen. „Dazu wird die Handwerkskammer Lübeck weiter mit Nachdruck an der Modernisierung sowie am Neubau unserer Berufsbildungsstätten arbeiten“, so Stamer weiter. Aber auch die stetige Weiterentwicklung der Kammer als Partner der Handwerksbetriebe möchte er vorantreiben.

Seit 2004 im Vorstand

Ralf Stamer gehört der Vollversammlung bereits seit 1999 als Mitglied an. Zwanzig Jahre, von 1999 bis 2019, war er Mitglied im Berufsbildungsausschuss der Handwerkskammer. 2004 wurde er in den Vorstand der Kammer gewählt. Von 2014 bis 2019 war Stamer Vizepräsident der Handwerkskammer Lübeck. Darüber hinaus engagierte sich Ralf Stamer in der Innung des Baugewerbes Lübeck. Von 1990 bis 2000 gehörte er deren Vorstand an und war Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses für das Zimmererhandwerk.

Führungsgremien neu besetzt

Die Vollversammlung wählte in ihrer konstituierenden Sitzung auch einen neuen Vorstand der Kammer, dem neben dem Präsidenten zwei Vizepräsidenten als Stellvertreter sowie drei weitere Mitglieder angehören. Vizepräsident auf Arbeitgeberseite wurde Elektroinstallateurmeister Ulrich Mietschke aus Schashagen, Vizepräsident auf Arbeitnehmerseite Kraftfahrzeugmechaniker Oliver Frevel aus Lübeck. Beide gehörten dem Vorstand in der vorigen Amtsperiode bereits an. Zu den weiteren Vorstandsmitgliedern wurden Maler- und Lackierermeisterin Simone Speck aus Neumünster (Neuwahl), Zimmerermeister York Schün aus Bad Schwartau (Neuwahl) sowie Konditormeisterin Nora Kristin Czudaj aus Lübeck (Neuwahl) gewählt. Darüber hinaus wählte die Vollversammlung die Mitglieder des Berufsbildungsausschusses und des Rechnungsprüfungsausschusses für die neue Amtsperiode.

Stapelfeldts persönlicher Rückblick

Zuvor hatte der scheidende Präsident Günther Stapelfeldt in einem persönlichen Rückblick wesentliche Themen zusammengefasst, die seine vergangenen fünf Amtsjahre geprägt hatten. Dazu gehörte die Entscheidung der Vollversammlung für die Generalmodernisierung der Berufsbildungsstätte Elmshorn und für den Neubau der Berufsbildungsstätte Travemünde sowie mehrerer dort untergebrachter Berufsschulen und des Fortbildungszentrums an einem gemeinsamen neuen Standort in Lübeck (Trave-Campus). „Trotz teilweise schwieriger Entscheidungsfindungen haben wir inzwischen schon wichtige Meilensteine erreicht“, betonte Stapelfeldt. So könne die Generalmodernisierung in Elmshorn wie geplant voraussichtlich im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Für das Neubauvorhaben in Lübeck seien mit Grundstückskauf und durchgeführtem Architektenwettbewerb wichtige Etappenziele erreicht worden.

Lob für Kampagne

Günther Stapelfeldt zeigte sich zudem stolz auf die Imagekampagne des Deutschen Handwerks, die er während seiner Amtszeit intensiv begleitet hatte. „Die Kampagne war und ist ein ganz zentraler Baustein der Nachwuchsgewinnung. Ich bin mir sehr sicher, dass wir auch in den nächsten Jahren noch viel Überraschendes und Gutes von der Kampagne hören werden.“

cri

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