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Wirtschaft im Norden Rekordjahr für Tourismus
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21:10 21.02.2018
Volle Stege im Neustädter Hafen: 2017 war für Schleswig-Holstein das erfolgreichste Tourismus-Jahr aller Zeiten.
Volle Stege im Neustädter Hafen: 2017 war für Schleswig-Holstein das erfolgreichste Tourismus-Jahr aller Zeiten. Quelle: Fotos: A. Heimken, C: Rehder/dpa
Kiel

2017 war für den Tourismus im Norden ein Rekordjahr. Noch nie zuvor übernachteten so viele Gäste in Schleswig-Holstein. „Wir sind kurz davor, bei den Übernachtungen die 30-Millionen-Marke zu knacken“, sagte gestern Tourismus-Minister Bernd Buchholz (FDP) und beruft sich dabei auf Zahlen des Statistikamtes Nord. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Übernachtungen um sechs Prozent, die der Gästeankünfte um 5,2 Prozent gestiegen.

Buchholz begründete die positive Entwicklung zum einen mit der weltpolitischen Sicherheitslage. Zum anderen sei der Erfolg auch auf die Tatsache zurückzuführen, dass Schleswig-Holstein zunehmend zur Ganzjahresdestination entwickle. Allein im Dezember gab es einen Zuwachs von 16,2 Prozent an Übernachtungen. „Ein starker November und Dezember zeigen, dass wir unseren Urlaubsgästen nicht nur in den Sommermonaten, sondern auch außerhalb der Hochsaison etwas zu bieten haben“, sagte Buchholz.

Diese Entwicklung kann der Tourismus-Service Grömitz für das vergangene Jahr bestätigen. Der Urlaubsort hat im November und Dezember gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 15 und 14 Prozent verbucht, sagte Wibke Wozniak, Leiterin des Marketings. Insgesamt übernachteten in Grömitz 2017 gut 1,6 Millionen Gäste. Auch in Timmendorfer Strand ist man mit dem vergangenen „super Jahr“ sehr zufrieden.

Schon 2016 sei ein Rekordjahr gewesen, sagte Tourismuschef Joachim Nitz. „Wir sind froh, dass sich der Trend in 2017 verfestigt hat.“ Christian Martin Lukas, Geschäftsführer des Lübeck und Travemünde Marketings, konnte sogar trotz der umfangreichen Baumaßnahmen in Travemünde einen Anstieg um 2,6 Prozent bei den Übernachtungen verzeichnen. „Aber der Erfolg ist kein Selbstgänger, denn der Wettbewerb mit anderen Destinationen wird schärfer“, sagte Lukas. Es müsse verstärkt in die Produktentwicklung und das Marketing investiert werden. sha

LN