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Wirtschaft im Norden Rettungswesten: Nord-Firma an der Weltspitze
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15:29 21.07.2019
Die Firma Secumar produziert auch Ausrüstung für die Marine. Quelle: Christian Beeck
Holm

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Bredhornweg im Gewerbegebiet Holm. Schafe grasen vor einem Fleckchen Wald. Lagerhallen und ländliche Idylle, hier im Süden Schleswig-Holsteins am Rande der beschaulichen 3000-Seelen-Gemeinde bei Pinneberg verschmelzen sie regelrecht miteinander.

Mittendrin die Firma Secumar. Zweistöckiger Neubau. Büros, Kantine, dahinter kleine Produktions- und Lagerhallen. Die Herstellung von Rettungswesten und -mitteln – das ist der Firmenauftrag. „Alles auf, am, im, unter oder über dem Wasser“, erklärt Geschäftsführer Benjamin Bernhardt, der den Familienbetrieb in vierter Generation führt. Nicht irgendeinen. 120 Mitarbeiter, gut 19 Millionen Euro Jahresumsatz. Segler, Fischer und Lotsen, die deutsche Marine, Heer, Luftwaffe und Spezialeinheiten, THW, DRK, DLRG und Feuerwehr, sogar der Automobilkonzern Porsche – der Kundenkreis reicht von der Sportschifffahrt über das Militär bis zur Industrie. Und das weltweit. Alles hoch spezialisierte Anfertigungen. „Wir produzieren mit einer hohen Fertigungstiefe, auch in kleinen Stückzahlen. Das ist unser Alleinstellungsmerkmal, unser Riesenvorteil“, erklärt Bernhardt.

Bernhardt Apparatebau aus Holm (Schleswig-Holstein) ist einer der Marktführer in der Herstellung von Rettungswesten.

Untergang der „Pamir“ spielt eine bedeutende Rolle

Secumar, abgeleitet vom lateinischen securitas in mare, Sicherheit im Meer. Der Firmenname verpflichtet – und er ist untrennbar mit einer Schiffskatastrophe verbunden. Dem Untergang des Segelschulschiffs „Pamir“ 1957. Nur sechs von 86 Besatzungsmitglieder überlebten. „Die meisten sind trotz Schwimmweste ertrunken, weil sie durch die Auftriebskörper in der Weste auf den Bauch gedreht wurden“, erklärt Bernhardt. Sein Großvater Jost widmete sein Arbeitsleben fortan der Bekämpfung des Tods im kalten Nass. Er forschte an der Entwicklung von Rettungswesten – und das mit Gerhard Junack, einem der Überlebenden des Untergangs der „Bismarck“ 1941 und Gründer der Schiffssicherungslehrgruppe im ostholsteinischen Neustadt.

Durchbruch mit Rettungsweste für deutsche Marine

Bernhardt, mittlerweile aus dem Geschäft von Taucher- und Atemschutzausrüstungen ausgestiegen, etablierte dabei den Begriff der „Ohnmachtssicherheit“. Denn Ziel der Westen sollte es sein, dass sich der ohnmächtige Körper auf den Rücken dreht, Mund und Nase frei sind, er ob der nassen Kleidung auch nicht in die Tiefe gezogen wird. 1963 patentierte er die erste aufblasbare Weste, die „Norge 3F“ für das norwegische Militär. 1964 belieferte „Secumar“ die deutsche Marine mit dem Rettungswestenmodell „MRS 3“ – es war der Durchbruch.

Jens Kürbis

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