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Wirtschaft im Norden Warnstreik am Hamburger Flughafen - Tausende Passagiere planten um
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13:08 15.01.2019
Fluggäste stehen in einer Schlange vor der Sicherheitskontrolle am Flughafen Hamburg. Wegen eines Warnstreiks des Sicherheitspersonals sind nur zwei Kontrollstellen geöffnet. Quelle: Christian Charisius/dpa
Hamburg

Der Warnstreik des Sicherheitspersonals am Hamburger Flughafen hat den Reiseverkehr am Dienstag massiv behindert. Mehr als die Hälfte der Flüge fielen aus, wie eine Sprecherin des Hamburger Flughafens mitteilte.

Einige Sicherheitskontrollen konnten am Morgen dennoch geöffnet werden. „Im Moment ist das hier eine ruhige und entspannte Lage“, sagte die Sprecherin zu den ungewohnt leeren Terminals.

„Die Passagiere konnten am Vormittag problemlos abgefertigt werden.“ Unter anderem nach Lissabon, Zürich und Warschau hoben Flugzeuge ab. Die ersten 30 Beschäftigten hatten nach Verdi-Angaben um Mitternacht die Arbeit niedergelegt, im Tagesverlauf sollten nach Erwartungen der Gewerkschaft Hunderte folgen.

Weil der Warnstreik bereits am Sonntag angekündigt worden war, hatten sich tausende Passagiere auf die Flugausfälle eingestellt. Es wurden 92 Ankünfte und 110 Abflüge für den Dienstag gestrichen, wie eine Sprecherin des Hamburger Flughafens mitteilte.

Terminals so leer wie selten

Das waren 202 der für den Dienstag angesetzten 357 Flüge. Folglich war es in den Terminals so leer wie selten. Ursprünglich waren für Dienstag 178 Abflüge mit mehr als 20 000 Passagieren sowie 179 ankommende Maschinen eingeplant gewesen. Der Hamburger Flughafen war einer von acht Airports der von den Gewerkschaften bestreikt wurde.

Mit dem Beginn der Frühschicht waren rund 100 Sicherheitsbedienstete im Ausstand, wie Peter Bremme von Verdi Hamburg berichtete. Im Laufe des Tages sollten rund 90 Prozent der Beschäftigten am Ausstand teilnehmen.

Im Sicherheitsbereich arbeiten nach Verdi-Angaben mehr als tausend Menschen. „Die Aktion ist gut angelaufen, und wir können damit ein Zeichen setzen.“ Die Teilnehmer versammelten sich in einem Zelt auf dem Parkplatz vor dem Flughafen und wollten sich mittags mit einer Demonstration und Kundgebung für kräftige Lohnerhöhungen stark machen.

Druck auf Arbeitgeber erhöhen

Ziel der Gewerkschaften ist es, mit dem bislang umfassendsten Arbeitskampf in der laufenden Tarifrunde den Druck auf die Arbeitgeber zu erhöhen, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen. Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit 23 000 Beschäftigten im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle eine einheitliche Bezahlung.

Verdi verlangt brutto 20 Euro pro Stunde, der Deutsche Beamtenbund (DBB) fordert einen Stundenlohn von 19,50 Euro. Bislang sind die Stundenlöhne in der Branche regional sehr unterschiedlich geregelt.

„Wir haben für Hamburg bereits im Dezember bis zu 3,4 Prozent Erhöhung pro Jahr angeboten“, berichtete der BDLS-Verhandlungsführer Rainer Friebertshäuser. Die Forderungen der Gewerkschaft, alleine in Hamburg die Löhne um bis zu 40,85 Prozent anzuheben, seien absurd und wirtschaftlich nicht umsetzbar. Angesetzt ist die fünfte Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt für 23./24. Januar in Berlin.

Von RND/dpa

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