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Wirtschaft im Norden Wohnungsverband fordert mehr Bauland zu fairen Preisen
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20:10 01.03.2018
Arbeiter beim Hausbau: Die Zahl neuer Wohnungen deckt nicht den Bedarf, sagt der Fachverband VNW. Quelle: Foto: Dpa
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Kiel

Mit Blick auf die Kommunalwahl am 6. Mai appellierte Verbandsdirektor Andreas Breitner an Lokalpolitiker, das Thema zur Herzensangelegenheit zu machen. Die Regierung habe Voraussetzungen für den Wohnungsbau geschaffen und die Unternehmen wollten bauen, wo man sie lasse. „Jetzt sind die Kommunen gefordert“, sagte er.

Der Verband plädiere dafür, das „Lübecker Modell“ auch anderswo umzusetzen. Dabei bietet die Stadt Grundstücke zu rabattierten Preisen an, wenn dort bezahlbare Wohnungen entstehen. „Wir würden uns freuen, wenn das in Schleswig- Holstein stärker um sich greift“, sagte Breitner. Der ehemalige SPD-Innenminister forderte die Kommunen auch auf, ihre Vorkaufsrechte zu nutzen, was derzeit kaum geschehe. Sie müssten eine aktive Baulandpolitik betreiben. Dazu gehörten die Feststellung des Wohnungsbedarfs, ein Kataster über Bauflächen, eine Untersuchung möglicher Flächen und die Planung von Bauprojekten. Nach Breitners Einschätzung müssen jährlich 15 000 Wohnungen gebaut werden, um den Bedarf zu decken. 2016 wurden laut Innenministerium 13

800 Wohnungen fertiggestellt und 16 000 Genehmigungen erteilt. 2017 waren es bis November 13 000 Genehmigungen.

Der VNW, der im Land 81 Unternehmen mit 170 000 Wohnungen vertritt, schlägt einen verbindlichen Wohnungsbau-Check vor. Dabei sollten Regeln und Voraussetzungen für eine Förderfähigkeit des Baus bezahlbarer Wohnungen entwickelt werden. Aus Sicht Breitners sollte das Land einen Vorrang des Geschosswohnungsbaus festschreiben. Nur so könne ausreichend Wohnraum entstehen. „Nach meiner Überzeugung ist das Einfamilienhaus ein Auslaufmodell.“ Ältere Menschen auch in kleineren Orten würden gern aus dem Einfamilienhaus mit Garten in eine Wohnung am gleichen Ort umziehen, wenn es dort solche Wohnungen gäbe. Kommunen sollten ihre Planung stärker mit Nachbargemeinden abstimmen und mehr gemeinsame Baugebiete ausweisen. B

reitner forderte, die Grunderwerbsteuer zu senken, die mit 6,5 Prozent den höchsten Satz in Deutschland hat. Er erinnerte die Jamaika-Regierung an die Vereinbarung im Koalitionsvertrag, die Mietpreisbremse abzuschaffen, da sie nicht den angestrebten Effekt habe.

Die Angst vor hohen Wohnkosten erreiche breite Schichten der Bevölkerung, sagte Özlem Ünsal (SPD). Die Landesregierung müsse sich zum bezahlbaren Wohnungsbau bekennen.

LN

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