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Wirtschaft im Norden Zahl der geförderten Wohnungen fast verdoppelt
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Norden Zahl der geförderten Wohnungen fast verdoppelt
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21:10 27.03.2018
IB.SH-Vorstandsvorsitzender Erk Westermann-Lammers.
IB.SH-Vorstandsvorsitzender Erk Westermann-Lammers. Quelle: Foto: Wegner
Kiel

2016 hatte das Fördervolumen bei 2,36 Milliarden Euro gelegen. Der leichte Rückgang sei damit begründet, dass vor allem Kommunen verstärkt eigene Mittel eingesetzt hätten, um Strafzinsen zu vermeiden.  Bezahlbaren Wohnraum schaffen und Unternehmensübergänge ermöglichen – das seien die wichtigsten Schwerpunkte der Arbeit des zentralen Förderinstituts. Und gerade die Schaffung bezahlbaren Wohnraums bleibe eine der größten gesellschaftspolitischen Herausforderungen. „Die Verbesserungen der Förderbedingungen der Sozialen Wohnraumförderung, insbesondere der im März 2017 eingeführte Investitionszuschuss von 250 Euro pro Quadratmeter haben wirksame Impulse im geförderten Wohnungsbau gesetzt. Mit 1700 konnten wir die Zahl der geförderten Wohnungen nahezu verdoppeln“, sagte Westermann-Lammers gestern bei der Vorlage der Bilanz in der IB.SH-Zentrale in Kiel. Dafür wurden 171 Millionen Euro an Fördermitteln vertraglich vereinbart (2016: 178 Millionen Euro), der Anteil der Sozialen Wohnraumförderung daran lag konstant bei 119 Millionen Euro.  Die Bilanzsumme der IB.SH blieb mit 19 Milliarden Euro stabil, der Zinsüberschuss lag bei 108 Millionen Euro (2016: 105 Millionen). Das Ergebnis vor Risiko und Bewertung blieb mit 62 Millionen Euro unter dem des Vorjahrs (2016: 67 Millionen). Ende 2017 beschäftigte man 596 (2016: 579) Mitarbeiter, darunter 25 (21) Auszubildende und Trainees.

36 Prozent der Fördermittel aus der Wohnraumförderung wurden an Genossenschaften, 22 Prozent an freie Wohnungsunternehmen und 21 Prozent an private Investoren vergeben. Für Genossenschaftsneugründungen wurden fünf Prozent der Fördermittel zur Verfügung gestellt und Kommunen oder kommunale Wohnungsbaugesellschaften haben acht Prozent in Anspruch genommen. Für Eigentumsmaßnahmen hat die IB.SH Fördermittel in Höhe von 387 Millionen Euro (Vorjahr 393) vergeben.

Besonders groß war die Nachfrage nach Förderdarlehen für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die IB.SH habe damit 4561 (2016: 4896) Familien zu Wohneigentum verholfen. Mit rund 500 Wohnungen oder Häusern blieb die Modernisierung oder Sanierung auf hohem Niveau.

In der Wirtschaftsförderung habe es eine „deutliche Belebung“ im Tourismus gegeben. Die IB.SH habe das mit Darlehen, Eigenkapital und Zuschüssen des Landes unterstützt. Insgesamt stellte die IB.SH dem Mittelstand 591 (2016: 717) Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Beim Aufstiegs-BaföG habe man mit 26,3 Millionen Euro bewilligter Mittel den Wert des Vorjahres (20,5) deutlich übertroffen. Fast 3400 (2016: 3000) Personen wurden gefördert.

LN