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Wirtschaft im Rest der Welt Airbus-Zulieferer Diehl kann doch mehr Arbeitsplätze erhalten
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14:31 07.10.2019
Übungsflug einer Condor Airbus A321-211 D-AIAC am Flughafen Erfurt-Weimar. Quelle: imago images/Steve Bauerschmidt
Hamburg

Nach einem Jahr harter Auseinandersetzungen haben sich der Airbus-Zulieferer Diehl Aviation und die Arbeitnehmerseite auf einen Fahrplan für den Stellenabbau am Standort Hamburg geeinigt. Nach Angaben der IG Metall werden bis 2023 maximal rund 240 Arbeitsplätze stufenweise abgebaut, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft vom Montag. Die Betriebsleitung hatte in der vergangenen Woche darüber informiert, dass 50 Arbeitsplätze nach Ungarn verlagert und weitere 190 gestrichen werden. Danach soll die Stammbelegschaft am Standort Hamburg nicht weniger als 700 Mitarbeiter betragen.

Diehl wollte mehr als die Hälfte der Arbeitsplätze in Hamburg abbauen

Zunächst hatte es im vergangenen Jahr geheißen, Diehl wolle mehr als die Hälfte von 1100 Arbeitsplätzen in Hamburg abbauen und die gesamte Serienfertigung von Bordküchen und Waschräumen nach Ungarn verlegen. Nun sei es gelungen, ein Gesamtpaket zu schnüren, das weniger harte Einschnitte nach sich zieht. Wesentlich dazu beigetragen haben auch Interessenausgleich und Sozialplan, Sozialtarifvertrag und eine Reihe von Betriebsvereinbarungen. Dadurch würden die Arbeitszeitregelungen flexibler und die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes gesteigert, sagte ein Sprecher des Unternehmens.

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"Mit dem jetzt vereinbarten Regelwerk haben wir gemeinsam den Grundstein gelegt, um Diehl Aviation in Hamburg auf den Kurs eines nachhaltig gesunden Wirtschaftsunternehmens zu bekommen", heißt es in einer Information an die Belegschaft. Hamburg bleibe ein Standort für Produktion, Vertrieb, Service, Logistik und Entwicklung.

dpa/RND

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