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Wirtschaft im Rest der Welt Namensstreit: .amazon gehört dem Onlinehandel – und nicht den Südamerikanern
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16:45 23.05.2019
UNESCO-Biosphärenreservat in Ecuador. Quelle: dpa
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Los Angeles

Im Streit mit dem Onlineriesen Amazon mussten mehrere südamerikanischer Länder im Einzugsgebiet des Amazonas nun eine Niederlage hinnehmen. Wie der „Standard“ berichtete, hat sich die Internet-Adressverwaltung Icann dem Versandhändler das Recht zugesprochen, die Internetendung „.amazon“ fast exklusiv zu nutzen.

Dies, sowie zwei Versionen des Namens, hat Amazon 2012 zur weltweiten Nutzung beantragt – was wiederum ein Staatenbündnis mit Brasilien an der Spitze auf den Plan rief. Deren Außenministerium protestierte, „wegen seiner untrennbaren semantischen Beziehung zum Amazonas-Regenwald“ die Domain an Amazon zu vergeben.

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Amazon macht kleines Eingeständnis

Nach sieben Jahren Streit um eine gütliche Einigung hat die Internet-Adressverwaltung Icann nun ein Machtwort gesprochen. Weder seien die Streitparteien in der Lage gewesen, eine für beide Seiten annehmbare Lösung zu finden, noch sich auf eine Verlängerung für weitere Gespräche zu einigen, schreibt der „Standard“ weiter.

Die Organisation rang Amazon noch die Zusage ab, die Internetendung „.amazon“ nur zu nutzen, falls es keinen klaren Zusammenhang mit dem Amazonas gebe. Damit haben die Staaten im Einzugsgebiet des Amazonas noch die Möglichkeit, mehrere vom Wort Amazon abgeleitete Endungen „zu nicht-kommerziellen Zwecken“ nutzen.

Brasilien: Organisation sorgt nicht für Schutz des Naturerbes

Das brasilianische Außenministerium zeigte sich über die Entscheidung der Adressverwaltung am Montag enttäuscht. Demnach habe die Organisation das „öffentliche Interesse“ von acht Staaten Südamerikas nicht genügend beachtet. Darunter fällt auch die zwingende Erfordernis, für den Schutz und die Förderung des kulturellen und symbolischen Natur-Erbes der Amazonasregion zu sorgen wie der „Standard“ weiter berichtet.

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Von RND/ak

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