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Wirtschaft im Rest der Welt Amazon macht’s selbst
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16:01 22.05.2017
Das Sortiment der Eigenmarke wächst stetig. Quelle: Amazon
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Berlin

Amazon macht jetzt auch Yogamatten. Und Küchenmesser. Und Handtücher. Auf all diesen Produkten prangt das Logo „Amazon­ basics“ – die Eigenmarke des Onlinehändlers. Mit seinen pünktlich versendeten Paketen hat sich der Internet­riese einen Namen gemacht – aber Kompetenz in Sachen Messer? Es scheint, als funktioniere eine starke Marke überall – schließlich verkauft Ikea ja auch Kekse.

Nicht alles in Schwarz-Orange

Amazon hat auf seiner Internetseite einen eigenen Shop eingerichtet, wo ausschließlich Produkte der Eigenmarke vertrieben werden. Los ging es mit Computerzubehör wie Mäusen, Ladekabeln und Laptoptaschen. Nun macht sich der Internethändler aber auch in anderen Bereichen breit: Das „Amazon basics“-Kuppelzelt zum Beispiel ist markengerecht in den Farben Schwarz und Orange gehalten, genauso wie der Anti-Schling-Fressnapf der Eigenmarke. Aber keine Sorge, Schneidebretter, Smoothiemixer und Spannbettlaken gibt es auch in Farben zu kaufen, die die Herkunft nicht sofort verraten.

Quelle verkaufte unter dem Namen Privileg Waschmaschinen

In Amerika ist Amazon sogar noch weiter. Die merkwürdig ähnlich klingenden Modelinien Franklin & Freeman, James & Erin sowie Lark & Ro sind alle Kreationen des Versandhändlers. Außerdem verkauft das Unternehmen in Amerika unter der Marke „elements“ Windeln und anderes Babyzubehör.

Die eigenen Produkte lohnen sich für das Unternehmen – denn die Margen sind deutlich höher als beim reinen Versandgeschäft. Darauf sind übrigens andere früher gekommen: Das Versandunternehmen Quelle hatte lange vor der Insolvenz die Handelsmarke Privileg ins Leben gerufen, unter der das Unternehmen Haushaltsgeräte verkaufte. Das war 1964.

Von Anne Grüneberg/RND