Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt E-Mobilität: BMW kündigt neue Modelle an und will Vorsprung vor VW halten
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt E-Mobilität: BMW kündigt neue Modelle an und will Vorsprung vor VW halten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:07 26.06.2019
In Deutschland galt BMW zuletzt als Pionier bei der E-Mobilität. Quelle: dpa
München

Lorbeer welkt, wenn man ihn nicht pflegt. Vor sechs Jahren hat sich BMW mit dem vollelektrischen Carbon-Modell i3 zumindest unter heimischen Herstellern zum Elektropionier gemacht. Dieses Jahr dürfte der Absatz elektrifizierter Wagen inklusive Modellen mit Hybridantrieb aber bei rund 150 000 Fahrzeugen nahezu stagnieren, während Edelkonkurrent Daimler – und vor allem Volkswagen – neue Stromer dutzendweise ankündigen. Bei einer Hausmesse namens Nextgen haben die Bayern nun vor großem Publikum gezeigt, wie sie ab sofort elektrisch wieder beschleunigen wollen – und das nachhaltig, um den Vorsprung vor VW, Daimler & Co. mindestens zu halten.

„Wir drücken beim Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität aufs Tempo“, verspricht Konzernchef Harald Krüger. Durch die Hallen der Münchner BMW-Welt brausen parallel dazu neue Modelle und futuristische Konzeptstudien.

Krügers Plan ist es, dass BMW nach dem elektrischen Durchhänger 2019 in den Folgejahren die Elektroabsätze jedes Jahr im Schnitt um rund ein Drittel steigert. „Das brauchen wir auch, damit wir die Ziele der EU 2025 und 2030 erreichen“, räumt Krüger ein. Andernfalls drohen bei einem Überschreiten dann geltender verschärfter EU-Schadstoffgrenzen hohe Strafen. Gehen die weiß-blauen Pläne auf, würde BMW 2026 erstmals mehr als eine Million voll- und halbelektrische Autos bauen. 2018 waren es 140 000 E-Fahrzeuge aller Art bei einem Gesamtabsatz von 2,5 Millionen Wagen.

Neue Modelle kommen

Dazu setze BMW wie die Konkurrenz auf eine Vielzahl neuer Modelle wie einen E-Mini noch dieses Jahr, einen in China gebauten BMW iX3-Geländewagen 2020 und das vermeintlich neue Flaggschiff BMW iNext, das einmal BMW i4 heißen dürfte und auch neue Maßstäbe beim hoch automatisierten Fahren setzten soll. So rein wie bei VW ist die Lehre der Elektromobilität bei den Bayern aber nicht. Sie wollen weiterhin alle Motorisierungen vom reinen Elektroantrieb bis zum Verbrennungsmotor anbieten und haben auch die Brennstoffzelle nicht abgeschrieben.

Ein Gutteil der nun aufgefrischten BMW- Elektrostrategie fußt dabei auf Fahrzeugen mit Hybridantrieben aus Verbrennungs- und Elektromotor. Dazu ist BMW mittels E-Drive-Zones innovativ geworden. Hinter diesem Wort verbirgt sich eine Technologie, die Hybridfahrzeuge und reine Stromer regulatorisch auf eine Ebene stellen soll. Über GPS und Geo-Fencing erkennt ein BMW-Hybridfahrzeug künftig, ob es sich in einer innerstädtischen Umweltzone aufhält, schaltet automatisch den Verbrennungsmotor aus und den Elektromotor an.

Falls Innenstädte einmal nur noch für vollelektrisch angetriebene Autos freigegeben werden, was etwa in Paris oder London droht, will BMW mit E-Drive-Zones dafür sorgen, dass auch Hybridfahrzeuge weiterhin freie Fahrt haben. Das soll den Absatz von Hybridmodellen ankurbeln.

Von RND/Thomas Magenheim

Bürger wollen wissen was sie essen. Die Politik will dafür neue Kennzeichen bei Fertigprodukten einführen. Doch es hakt. Nun geht der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestlé in die Offensive.

26.06.2019

Theoretisch sollte kein Arbeitnehmer in Deutschland weniger 9,19 Euro verdienen. In der Praxis schummeln offenbar viele Arbeitgeber, kritisiert der Deutsche Gewerkschaftsbund.

26.06.2019

Die Auseinandersetzungen zwischen Handel und Herstellern um Preise und Lieferkonditionen nehmen an Schärfe zu. Das sorgt immer öfter für Lücken in den Regalen. Bekannte Marken scheinen längst nicht mehr unverzichtbar sein.

26.06.2019