Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt EU-Behörde muss Zugang zu umstrittenen Glyphosat-Studien gewähren
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt EU-Behörde muss Zugang zu umstrittenen Glyphosat-Studien gewähren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:39 07.03.2019
Die Verpackung eines Unkrautvernichtungsmittels, das den Wirkstoff Glyphosat enthält. Quelle: Patrick Pleul/ZB/dpa
Luxemburg

Umstrittene Studien über das Krebsrisiko des Unkrautvernichters Glyphosat müssen nach einem Urteil des EU-Gerichts öffentlich gemacht werden. Die Entscheidung der EU-Lebensmittelbehörde Efsa, entsprechende Untersuchungen unter Verschluss zu halten, sei nichtig, erklärten die Luxemburger Richter am Donnerstag (Rechtssachen T-716/14, T-329/17).

Gegen das Urteil kann innerhalb von zwei Monaten beim höheren Europäischen Gerichtshof (EuGH) vorgegangen werden.

Glyphosat war 2017 in der EU nach monatelangem Streit für weitere fünf Jahre zugelassen worden. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation stufte Glyphosat im März 2015 als „wahrscheinlich krebserregend“ für den Menschen ein. Die Lebensmittelbehörde Efsa sah dafür aber keine Bestätigung. Gegen das Mittel hatte es vor allem in Deutschland heftige Proteste gegeben.

Unter anderem vier grüne Europaparlamentarier hatten nun dagegen geklagt, dass Efsa ihnen den Zugang verwehrt hatte. Die Lebensmittelbehörde begründete dies mit dem Schutz der finanziellen Interessen der Unternehmen, die die Studien vorgelegt hatten – unter anderem die mittlerweile vom Agrar- und Pharmariesen Bayer übernommene US-Firma Monsanto.

Die Luxemburger Richter urteilten nun, das Interesse der Öffentlichkeit an Informationen, die Emissionen in die Umwelt beträfen, sei höher als der Schutz von Geschäftsinteressen. Das Interesse bestehe nicht nur darin, zu wissen, was in die Umwelt freigesetzt worden sei, sondern auch, wie die Umwelt dadurch beeinträchtigt werde.

Von RND/dpa

Nach wie vor ist nur jede sechste Position in der obersten Führungsriege bei Mittelständlern mit einer Frau besetzt. Das ist allerdings deutlich mehr als bei größeren, börsennotierten Unternehmen.

07.03.2019

Die USA gehen verstärkt gegen Chinas Telekom-Konzern Huawei vor. Doch nun schlägt der Konzern mit juristischen Mittel zurück. Können die gewachsenen Sicherheitsbedenken zerstreut werden?

07.03.2019

Dass Uwe Hück in die Politik wechseln will, ist bekannt. Dass er ein Freund großer Worte ist, auch. Nun bereitet sich der frühere Betriebsratschef von Porsche auf seine ersten Wahlen vor – und hat erstmal ein „Revolutionsbüro“ eröffnet.

06.03.2019