Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Wirtschaft im Rest der Welt EU-Kommissar: Wende zum Besseren in Griechenland für möglich
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt EU-Kommissar: Wende zum Besseren in Griechenland für möglich
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:36 11.05.2016
Straßburg

Griechenland ist nach Ansicht von EU-Währungskommissar Pierre Moscovici nach sechs Jahren Finanzkrise wieder auf dem Weg zu wirtschaftlichem Wachstum.

„Ich bin wirklich überzeugt, dass nach sehr viel gemeinsamer Arbeit jetzt der rechte Weg vorgezeichnet ist“, sagte Moscovici vor dem Europaparlament in Straßburg. Er glaube, dass es schon im zweiten Halbjahr wieder ein positives Wachstum gebe. Griechenland hatte am Wochenende eine wichtige Renten- und Einkommensteuerreform beschlossen. Moscovici sagte, beim nächsten Treffen der Euro-Finanzminister am 24. Mai sei eine Entscheidung über neue Hilfsgelder möglich. Der Vorsitzende der sozialdemokratischen Fraktion, Gianni Pittella, warnte den Internationalen Währungsfonds (IWF) davor, mit Forderungen nach Sparmaßnahmen auf Vorrat die Finanzhilfen zu „sabotieren“. „Das Problem heute ist nicht Athen, das Problem heißt IWF“, sagte er. Dies seien „die ganz extremen, die im Namen einer Rachevision Griechenland bestrafen wollen“. Falls der IWF keine Einigung wolle, „dann wird die Union die Kraft haben, alleine weiter zu machen“. Mehrere EU-Staaten, auch Deutschland, bestehen jedoch auf der Beteiligung des IWF. Manfred Weber (CSU), Vorsitzender der christdemokratischen Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP), machte den linken griechischen Regierungschef Alexis Tsipras dafür verantwortlich, dass  das Land nach einem Wachstum von 0,7 Prozent im Jahr 2014 einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 Prozent im vergangenen Jahr habe verkraften müssen. „Die Politik Tsipras‘ hat Griechenland geschadet. Das letzte Jahr war ein verlorenes Jahr für Griechenland.“ „Das ist ein guter Augenblick für Europa und für die griechische Bevölkerung“, sagte der zur Regierungspartei Syriza gehörende EU-Abgeordnete Dimitrios Papadimoulis. Die Lage habe sich verbessert, doch müsse das griechische Volk eine Chance haben, der Krise zu entkommen. Europa müsse „einer Schuldenerleichterung in wesentlichem Umfang“ zustimmen.

dpa

Kommentare 0 Nutzungsbedingungen
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Folgende Sorten- und Devisenkurse wurden am 10.05.2016 um 16:34 Uhr festgestellt (alle Angaben in Euro): Quelle: Sorten: HSH Nordbank/Devisen: Reuters/oraise ...

10.05.2016

Springer-Chef Mathias Döpfner muss vorerst nicht mit juristischen Konsequenzen wegen seiner Unterstützung für das Schmähgedicht von Jan Böhmermann rechnen.

10.05.2016

In der Debatte um das Schmähgedicht von Jan Böhmermann hat Springer-Chef Mathias Döpfner Partei für den Satiriker ergriffen. Der türkische Präsident Erdogan ging deshalb juristisch gegen ihn vor. Doch das Gericht stellt sich nun auf Döpfners Seite.

11.05.2016