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Wirtschaft im Rest der Welt „Ebit macht frei“: VW-Chef Herbert Diess entschuldigt sich für Wortwahl
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt „Ebit macht frei“: VW-Chef Herbert Diess entschuldigt sich für Wortwahl
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19:40 13.03.2019
Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, spricht bei der Jahrespressekonferenz der Volkswagen AG. Quelle: Christophe Gateau/dpa
Wolfsburg

VW-Chef Herbert Diess hat sich für eine umstrittene Wortwahl bei einer internen Führungskräftekonferenz entschuldigt. Der Manager hatte am Dienstagabend vor Mitarbeitern in Wolfsburg den Satz „Ebit macht frei“ im Zusammenhang mit der Gewinnspanne verschiedener Konzernmarken geäußert.

Zuhörer fühlten sich laut „Manager-Magazin“ an den Schriftzug „Arbeit macht frei“ erinnert, der über den Eingangstoren verschiedener nationalsozialistischer Konzentrationslager stand, unter anderem auch in Auschwitz. „Ebit“ ist eine Gewinngröße (Earnings before Interest and Taxes; deutsch: Gewinn vor Zinsen und Steuern).

VW-Chef Diess bedauert „sehr unglückliche Wortwahl

„Es war in keiner Weise meine Absicht, diese Aussage in einen falschen Zusammenhang zu setzen. Dass diese Möglichkeit besteht, daran habe ich in diesem Moment nicht gedacht“, erklärte Diess in einer Stellungnahme, die am Mittwoch im VW-Intranet veröffentlicht wurde und der “Wolfsburger Allgemeinen“ vorliegt. „Tatsächlich war es eine sehr unglückliche Wortwahl und falls ich damit unbeabsichtigt Gefühle verletzt haben sollte, tut mir das außerordentlich Leid. Dafür möchte ich mich in aller Form entschuldigen“, so Diess weiter.

VW engagiert sich seit Jahrzehnten in KZ-Gedenkstätte

Das Unternehmen – „ich persönlich und auch unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“ – seien sich der besonderen historischen Verantwortung Volkswagens im Zusammenhang mit dem Dritten Reich bewusst, betonte Diess. Volkswagen unterstützt seit 30 Jahren das Internationale Auschwitz-Komitee und kümmert sich vor allem um die Gedenkstättenarbeit in dem früheren Konzentrationslager.

Von RND/WAZ

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