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Wirtschaft im Rest der Welt Italien will Teil der Seidenstraße werden
Nachrichten Wirtschaft Wirtschaft im Rest der Welt Italien will Teil der Seidenstraße werden
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12:13 09.03.2019
Hier landet China schon an: Ein Frachter der chinesischen Reederei Cosco im Hafen von Piräus. Italienische Häfen könnten nun auch Teil der neuen Seidenstraße“ werden. Quelle: picture alliance / Photoshot
Genua

„Es geht zunächst nur um eine Absichtserkläung – aber sie dürfte einige Unruhe in der Europäischen Union auslösen. Italien will sich wirtschaftlich enger an China binden. Ich glaube, dass dies bei aller notwendiger Vorsicht (...) eine Chance für unser Land ist“, sagte Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Freitagabend in Genua.

Mit dem Seidenstraßenprojekt will China Handelswege durch Asien nach Europa und Afrika erschießen. Es sieht unter anderem Investitionen in Infrastrukturen wie Bahnstrecken und Verschiebebahnhöfe, Telekom-Netze, Straßen und Häfen vor.

Die USA, Japan und diverse EU-Länder sehen in dem Projekt auch einen Versuch Chinas, seinen Einfluss in Eurasien und darüber hinaus zu erhöhen.

Nach Piräus jetzt auch Genua und Tarent?

Rom erhofft sich unter anderem chinesische Investitionen in Häfen wie Genua und Tarent. Italien und die EU bekämen eine Gelegenheit, europäische Standards für Finanztransparenz, Recht und Umwelt in dieses wichtige Infrastrukturprojekt einzubringen, sagte Conte.

Die Absichtserklärung solle noch im März bei einem Italienbesuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping unterzeichnet werden. Er selbst werde Ende April zum zweiten Seidenstraßen-Forum nach China reisen, sagte Conte. Natürlich werde er darüber auch mit den USA in ständigem Dialog sein.

Chinesische Firmen haben sich bisher auf Griechenland als strategischen Teil der Sidenstraße konzentriert. Sie halten dort unter anderem die Mehrheit am Hafen von Piräus.

Von RND/dpa

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