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Wirtschaft im Rest der Welt DSL-Kunden haben das Recht, ihren Router selbst auszuwählen
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19:02 24.06.2019
DSL-Kunden dürfen ihren Router selber aussuchen Quelle: dpa
Koblenz

Der Internetanbieter 1&1 hat vor dem Landgericht Koblenz einen Prozess verloren, bei dem es darum ging, welchen Router DSL-Kunden verwenden können. Aus Sicht des Gerichts hatte das Unternehmen beim Bestellvorgang den Eindruck erweckt, es müsse ein bestimmtes Modell von 1&1 genutzt werden – was nicht der Fall ist.

Bei Verbraucherschützern stößt das Urteil des Landgerichts auf Zuspruch: „Internetdienstleister dürfen ihren Kunden keinen bestimmten Router aufzwingen“, sagt Jana Brockfeld, Rechtsreferentin beim Verband der Verbraucherzentralen (vzbv).“

„Deshalb ist es irreführend, wenn ein Unternehmen suggeriert, für die Nutzung seiner Tarife müssten die Kunden einen der angebotenen Router mitbestellen“, so Brockfeld weiter. Nach Angaben des vzbv sah es das Gericht ähnlich.

Freie Router-Wahl im Gesetz geregelt

Konkret hatten die Verbraucherschützer bemängelt, dass 1&1 beim Bestellvorgang im Internet mehrere Router anbiete – einschließlich der Formulierung „Zu dem gewählten DSL-Tarif benötigen Sie einen der folgenden DSL-Router.“ So hätten Kunden den Eindruck, dass es ohne die angepriesenen Router Probleme geben könnte. „Dieser Eindruck wird noch verstärkt, indem die Bestellung ohne Gerätewahl nicht fortgesetzt werden könne.“

Tatsächlich können Verbraucher bei DSL-Anschlüssen auch andere handelsübliche DSL-Router verwenden. „Die freie Wahl des Routers ist im Telekommunikationsgesetz sogar ausdrücklich vorgeschrieben“, erläutert der vzbv.

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Das Unternehmen hatte sich laut vzbv damit verteidigt, es informiere an anderer Stelle darüber, dass auch andere Router geeignet sind. Kunden könnten zum Beispiel die telefonische Hotline anrufen oder durch Klick auf die Rubrik „Tarif-Details“ nähere Informationen über die Hardware-Optionen erhalten.

Die Richter überzeugte das nicht. Nach der eindeutigen Aussage des Unternehmens, dass für den gewählten Tarif einer der abgebildeten Router erforderlich sei, hätten Kunden gar keinen Anlass nachzufragen, berichtet der vbzv vom Prozess.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Von RND/Christoph Höland

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