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Wissen Achtung Kostenfalle: Auf doppelte Riester-Gebühren achten
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16:00 19.09.2019
Vorsicht, Kostenfalle: Manche Riester-Versicherer erheben für Beitragsänderungen teilweise hohe Gebühren. Quelle: Andrea Warnecke/dpa-tmn
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Berlin

Wer einen Riestervertrag abschließt, zahlt unter Umständen mehrmals Abschluss- und Vertriebskosten. Das kann passieren, wenn sich der Eigenbeitrag zur Riester-Rentenversicherung aufgrund einer Kinderzulage ändert: Viele Versicherer erheben bei solchen Beitragsänderungen erneut Gebühren. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Hamburg.

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Demnach kassieren 15 von 34 befragten Versicherern die Gebühren gegebenenfalls mehrfach. Dabei geht es nicht um wenig Geld: In einem Beispielfall fielen durch das Absenken des Eigenbeitrags aufgrund der Kinderzulage und die anschließende Wiedererhöhung 360 Euro an Mehrkosten an. Von der doppelten Zahlung können folgende Riester-Sparer betroffen sein:

• Verbraucher, die Kinderzulagen erhalten und entsprechend ihren Eigenbeitrag senken

• Verbraucher, die nach Ablauf von Kinderzulagenberechtigungen ihren Eigenbeitrag wieder erhöhen

• Verbraucher mit schwankenden Einkünften

• Verbraucher, die von der unmittelbaren Förderberechtigung in die mittelbare Förderberechtigung wechselten und danach wieder zurück

Der Hintergrund: Aus Sicht der mehrfach kassierenden Versicherer entspricht die Wiedererhöhung des Eigenbeitrages einem Vertragsneuabschluss. Die Verbraucherschützer kritisieren: Diese Praxis belaste Sparer mit Kindern - anstatt sie wie vorgesehen zu entlasten und besonders zu fördern. Verbraucher sollten Riester-Verträge vor dem Abschluss daher genau auf solche Kostenfallen prüfen.

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RND/dpa

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