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Wissen Bericht des IPCC: Das sagen Forscher zu den Ergebnissen
Nachrichten Wissen Bericht des IPCC: Das sagen Forscher zu den Ergebnissen
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15:35 25.09.2019
Der Meeresspiegel steigt, Überflutungen sind eine Folge des Klimawandels (Archivfoto). Quelle: Ramon Espinosa/AP/dpa
Monaco

Der Weltklimarat der Vereinten Nationen hat vor einem weiteren Schmelzen der Eismassen und einem Anstieg des Meeresspiegels gewarnt. Aufgrund des fortschreitenden Klimawandels veränderten sich die wasserhaltigen Ökosysteme immer stärker und bedrohten die Menschen, erklärte das Expertengremium der Vereinten Nationen am Mittwoch in Monaco.

Lesen Sie hier: Meeresspiegel steigt doppelt so schnell – Klimarat schlägt Alarm

Matthias Huss, ETH Zürich

„Der Sonderbericht macht außerordentlich klar, dass die Konsequenzen des Klimawandels auf verschiedene Bereiche, wie die Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln, Naturgefahren in Gebirgsregionen, sowie das Leben in Küstennähe sehr ernsthaft sind und nur mit sofortigem Handeln durch die globale Gemeinschaft gelindert werden können.“

Matthias Huss ist Mitarbeiter bei der Versuchsanstalt für Wasserbau, Hydrologie und Glaziologie der ETH Zürich und Mitautor eines Kapitels des IPCC-Sonderberichtes.

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Ben Marzeion, Universität Bremen

„Besonders bedrückend sind die Aussagen zum Meeresspiegel: Ein Anstieg von mehr als einem Meter im 21. Jahrhundert wird im Bericht nicht mehr ausgeschlossen. Es kommt hier vor allem auf die Antarktis an, deren Verhalten bei einem starken Temperaturanstieg noch unzureichend verstanden ist. Es zeigt sich außerdem, dass Küstenregionen durch eine Kombination von Faktoren besonders stark vom Klimawandel betroffen sind.

Der Bericht zeigt … auch, dass etliche Folgen des Klimawandels inzwischen unausweichlich geworden sind und wir auch eine Diskussion darüber brauchen, welche Anpassungsmaßnahmen nötig und möglich sind.“

Ben Marzeion ist Professor für Klimageografie am Institut für Geografie der Universität Bremen. Er ist Mitautor eines Kapitels des Sonderberichtes.

Thorsten Mauritsen, Universität Stockholm

„Der Bericht zeigt einmal mehr, dass die Auswirkungen und Risiken des globalen Klimawandels davon abhängen, wie viel CO₂ der Mensch von nun an durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe in die Atmosphäre emittiert. Um die schlimmsten dieser Auswirkungen zu vermeiden und die Risiken zu verringern, müssen fossile Brennstoffe auslaufen und durch andere Energiequellen ersetzt werden. Seit der Unterzeichnung des Pariser Abkommens sind die globalen CO₂-Emissionen jedoch weiter gestiegen, was zeigt, dass es den bisherigen Bemühungen nicht gelungen ist, das Ziel einer Begrenzung der globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu erreichen.“

Thorsten Mauritsen ist Professor am Department of Meteorology (MIS) der Universität Stockholm in Schweden.

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Klimarat warnt: Eisschmelze und Anstieg des Meeresspiegels

Tobias Bolch, University of St Andrews

Für den nicht Fachmann ist vor allem die Aussage überraschend, dass viele Gletscher verschwinden werden, auch wenn der Temperaturanstieg sofort gestoppt werden würde. Dies liegt daran, dass viele Gletscher bereits heute kaum mehr ein Akkumulationsgebiet aufweisen oder unterhalb der durchschnittlichen jährlichen Schneegrenze liegen und sie bereits zu heutigen Bedingungen mehr an Masse verlieren als an Masse zu gewinnen.“

Tobias Bolch ist Glaziologe und Fernerkundungsexperte an der University of St Andrews in Großbritannien.

Angelika Humbert, AWI Bremerhaven

„Aus Sicht einer Glaziologin ist eines klar: Die Gletscher brauchen es kälter, die Temperaturen von Ozean und Atmosphäre müssen sinken und zwar zeitnah.“

Angelika Humbert ist Leiterin der Sektion Glaziologie im Fachbereich Geowissenschaften am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) in Bremerhaven.

Oliver Wurl, Universität Oldenburg

„Die Signale sind klar: Das Klima verändert sich weiterhin sehr schnell, insbesondere in den extremen Klimazonen. Aber die Klimaänderung ist spürbar durch die Hitzewelle der vergangenen Jahre auch bei uns in Mitteleuropa angekommen. Es ist zu hoffen, dass dadurch die deutschen Politiker eine stärkere Führungsrolle in der Klimapolitik übernehmen werden.“

Oliver Wurl ist Leiter der Arbeitsgruppe Meeresoberflächen am Institut für Chemie und Biologie des Meeres der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg.

RND

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