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Wissen Garten im Juni 2019: Diese Gartenarbeiten sind im Juni wichtig
Nachrichten Wissen Garten im Juni 2019: Diese Gartenarbeiten sind im Juni wichtig
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14:39 15.05.2019
Im Juni ist im Garten allerhand zu erledigen. Quelle: Kryuchka Yaroslav - stock.adobe.com
Hannover

Die milden Abende im Juni sind prädestiniert dazu, im privaten Gartenparadies den anstrengenden Arbeitstag gemütlich ausklingen zu lassen. Schließlich läuft zu Beginn des Sommers das grüne Reich zu Hochformen auf: Rosen treten in einen regelrechten Blühtenwettstreit mit Stauden und Ziergehölzen. Kletterpflanzen streben nach Höherem. Im Küchengarten duften Rosmarin und Zitronenmelisse.

Doch ambitionierte Gärtner wissen: Wer jetzt faul ist, wird es später bereuen. Hier lesen Sie, was im Juni-Garten so ansteht und was zu erledigen ist.

Gartenarbeiten im Juni: Pflanzen regelmäßig gießen

„Juniregen bringt reichen Segen“, besagt eine alte Bauernregel. Bleibt dieser allerdings aus, so gehört es zu den dringendsten Aufgaben des Gärtners, Zierpflanzen, Obst und Gemüse regelmäßig zu gießen. Denn wussten Sie beispielsweise, dass Apfelbäume in Trockenzeiten wöchentlich etwa 40 Liter Wasser benötigen? Der Einsatz lohnt sich – immerhin kann Wassermangel dazu führen, dass der Ertrag wesentlich kleiner ausfällt. Aber nicht nur Nutzpflanzen wollen gewässert werden, auch üppig blühende Schönheiten vergehen deutlich schneller ohne ausreichende Wasserzufuhr.

Tipp: Wässern Sie am besten am frühen Morgen oder abends, wenn die Sonne die nassen Blätter nicht verbrennt.

Große Dürre auf der einen, Gewitter auf der anderen Seite: Blitz und Donner sorgen im Juni häufig zu eindrucksvollen Wetterschauspielen. Da sie oft mit heftigem Wind, starken Niederschlägen, manchmal sogar mit Hagel daherkommen, können Hobbygärtner ihren Pflanzen helfen, wenn sie nach einem starken Guss die Erde mit einer Hacke leicht auflockern. So bekommen die Wurzel wieder ausreichend Luft. Netter Nebeneffekt: Das hemmt quasi nebenbei das Wachstum lästiger Unkräuter. Auch hohe Stauden mit schweren Blütenständen, wie zum Beispiel Rittersporn, können bei Wind und heftigen Schauern leicht abknicken. Deshalb stützen erfahrene Pflanzenliebhaber die Blütenstängel jetzt ab – beispielsweise mit speziellen Staudenstützen aus dem Gartencenter.

Lesen Sie auch: Durstige pflanzen richtig gießen

Gartenpflege im Juni: Blütengehölze auslichten

Im Juni ist es meist mit der duftenden Blütenpracht des Flieders vorbei. Dann sollten mit der Gartenschere di e verwelkten Blütenstände entfernt werden. Quelle: Anke Hanusik

Im Juni werden Garten- und Heckenschere zu ständigen Begleitern von Pflanzenfreunden: So sollten beispielsweise früh blühende Polsterstauden wie Blaukissen, Steinkraut und Polster-Phlox im Steingarten zurückgeschnitten werden. Dadurch bleiben sie schön kompakt und auf Dauer ansehnlich. Auch flache Halbsträucher wie Sonnenröschen und Schleifenblume freuen sich über einen Schnitt.

Tipp: In der Regel sollte etwa ein Drittel der Trieblänge entfernt werden.

Kräftiger zur Sache gehen können Sie beim Ausputzen des Flieders. Der wird erst nach der Blüte geschnitten. Dabei werden verwelkte Blütenstände entfernt. Das regt die Bildung neuer Blütenknospen an. Mindestens vier Jahre alte Äste sollten zudem möglichst bodennah abgeschnitten werden.

Zweimal im Jahr wird der extrem starkwüchsige Blauregen geschnitten – einmal im Winter und dann noch einmal im Juni. Dabei werden alle neuen Schlingtriebe auf vier bis fünf Blätter zurückgeschnitten. Nur so bleibt der schier unbändige Wuchs der blauen Pracht langfristig kontrollierbar.

Pflanzenschutz im Juni: Schädlinge entfernen

Unterziehen Sie Ihre Kern- und Steinobstbäume, aber auch Büsche unbedingt einer genauen Betrachtung: Sollten Sie in den Zweigen seltsame Gespinste entdecken, haben sich die gefräßigen Raupen der Gespinstmotte bei Ihnen breit gemacht. Wenn Sie nicht wollen, dass die hungrigen „Mäuler“ die Blätter bis auf Gerippe kahl fressen, sollten Sie die Raupen möglichst schnell absammeln. Ist es dafür bereits zu spät, hilft nur noch die Gespinste oder gleich die ganzen betroffenen Endtriebe der Zweige abzuschneiden und im Hausmüll zu entsorgen. Die gute Nachricht: Das „große Fressen“ endet mit der Verpuppung der Raupen. Hobbygärtner, die verhindern wollen, dass sich der Spuk im nächsten Frühsommer wiederholt, sollte natürliche Feinde der Gespinstmotte, wie zum Beispiel die Meise, im Garten fördern.

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Samen-Aussaat im Juni: Jetzt an das kommende Jahr denken

Targetes, Astern oder Kornblume: Auch im Juni sollte noch gesät werden. Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Zweijährige wie Bart-Nelken und Goldlack können im Juni direkt ins Beet gesät werden, wo sie dann im nächsten Jahr mit Blütenpracht verzaubern. Aber auch frühlings- und sommerblühende Stauden wie Leberblümchen, Küchenschelle und Sonnenhut können im Juni ins grüne Reich einziehen.

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Gartenarbeiten im Juni: Ziersträucher-Stecklinge schneiden

Wenn Sie Ihren Formgehölzen wie Buchsbaum und Liguster einen „Schönschnitt“ verpassen, fallen zwangsläufig Zweige an, die Sie zur Vermehrung nutzen können. Funktioniert so: Leicht verholzte einjährige Triebe werden in fünf bis zehn Zentimeter lange Abschnitte zerteilt. Anschließend werden im unteren Drittel die Blätter entfernt und die so gewonnen Stecklingen in eine Pflanzschale mit Anzuchterde gesteckt. Gut gegossen werden sie mit Folie abgedeckt und „in Ruhe gelassen“ bis sie schließlich Wurzeln bilden. Das klappt jetzt im Juni übrigens auch mit Blütensträucher wie Duftjasmin, Kolkwitzie und Hortensien.

Obstgarten im Juni: Vermehrung durch Absenker

Durch Absenker kann bei den Stachelbeeren für „Nachwuchs“ gesorgt werden. Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Für „Nachwuchs“ bei den Stachelbeeren können Sie im Juni ganz leicht durch sogenannte Absenker sorgen. Dazu werden kräftige Triebe vom Vorjahr flach auf den gut aufgelockerten und mit Kompost angereicherten Boden gelegt und dort mit Erde bedeckt. Während der nächsten Wochen müssen Sie nun nur noch die Schosse, die sich aus den Augen der Triebe bilden, immer wieder anhäufeln, bis sie gewurzelt haben. Erst dann können Sie Triebe in Stücke schneiden und einpflanzen.

Im Pflanz- und Saatkalender sehen Sie, was wann in den Boden kann. Quelle: Bayrische Landesanstalt für Weinbau & Gartenbau/ dpa

Erntezeit im Juni: Fruchtgenuss aus dem Garten

Lassen Sie es sich schmecken! Im Juni steht die Ernte von Süßkirschen, Erdbeeren und erstem Strauchbeerenobst auf dem Plan.

• Bis zum 21. des Monats können Sie auch noch Rhabarberstängel ernten – erst dann sind die nicht mehr so bekömmlich.

• Wer Holunderblütensirup herstellen möchte, für den wird es nun ebenfalls Zeit: Bereits Anfang Juni werden die für die Herstellung benötigten frischen Blütenstände des Schwarzen Holunders gepflückt.

• Geerntet werden können aber im Juni auch Frühkartoffeln, die mit ihrer dünnen Schale jetzt besonders gut munden.

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Gemüsegarten im Juni: Pflanzen und sähen von Gemüsesorten

Im Gemüsebeet sollten laufend Jungpflanzen nachgezogen werden. Quelle: Pixabay (Symbolbild)

Zu den Arbeiten, die im Juni im Nutzgarten erledigt werden müssen, gehört beispielsweise auch das Setzen von vorgezogenem Lauch für die Herbst- und Winterernte. Damit Sie auch in den kommenden Wochen frischen, erntereifen Salat pflücken können, sollten Sie laufend neue, hitzefeste Jungpflanzen nachziehen.

Lesen Sie auch: So klappt es mit dem Gemüsegarten

Ein zusätzliches Vlies schützt die zarten Pflänzchen vor allzu heißen Sonnenstrahlen. Auch Buschbohnen können im Juni in Reihen ausgesät werden. Aber auch die Aussaat von Spinat, Mangold, Möhren, Rote Beete und Fenchel, Grünkohl, Blumenkohl und Kohlrabi steht jetzt im Gemüsegarten an.

Hier geht es den Gartentipps für den Monat Mai

Von RND/Julia-Marie Meisenburg

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