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16:19 02.08.2018
Ein für Badegäste gesperrten Strandabschnitt: Das Wasser ist durch Blaualgen verunreinigt. Quelle: Frank Molter/dpa
Hannover

Blaualgen-Warnung: In Niedersachsen werden immer mehr Badegewässer wegen Blaualgen gesperrt, an der schleswig-holsteinischen Küste wächst die Furcht vor Blaualgen-Teppichen. Doch was sind Blaualgen überhaupt?

Sind Blaualgen wirklich Algen?

Der Name ist etwas irreführend, denn Blaualgen sind eigentlich Bakterien. Cyanobakterien, um genau zu sein. Im Gegensatz zu Algen besitzen sie keinen Zellkern. Einige der Cyanobakterien besitzen ein Pigment, das sie blaugrün färbt. Insgesamt gibt es mehr als tausend verschiedene Arten Blaualgen.

Sind alle Blaualgen giftig?

Nein. Von den rund 2000 bekannten Blaualgenarten produzieren nur ein paar Dutzend Giftstoffe, informiert das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnermünde (IOW). In geringen Mengen seien diese Toxine für gesunde Menschen auch kein Problem. Anders ist es, wenn sich auf Seen oder anderen Gewässern regelrechte Blaualgen-Teppiche bilden. Dann nämlich ist die Konzentration höher.

Wie gefährlich sind Blaualgen für Menschen?

Besonders empfindliche Menschen sollten die Gewässer vermeiden. Auch Kinder sollten bei einer Algenblüte nicht mehr baden oder in Ufernähe spielen. Schluckt man das Wasser, drohen Durchfall, Erbrechen oder Kopfweh. An der Haut können Hautreizungen und Quaddeln auftreten. Wer trotzdem ein Bad riskieren will, sollte den Mund zu halten, sich hinterher gut abduschen und die Badekleidung gut auswaschen.

Wie gefährlich sind Blaualgen für Tiere?

Für Tiere kann es tödlich sein, das Blaualgen-Wasser zu trinken. Rinder, Hunde und auch Enten seien dadurch schon ums Leben gekommen, warnt das IOW.

Was ist eine Algenblüte?

Wenn sich bestimmte Algen explosionsartig vermehren und in einer großen Konzentration auftreten, spricht man von einer Algenblüte. Das kann vor allem in nährstoffreichen Gewässern, langsam fließenden oder stehenden Gewässern und bei anhaltend warmen Temperaturen passieren. Die Blaualgen besitzen ein Gasbläschen in den Zellen, erklärt das IOW, im ruhigen Wasser können sie so an die Oberfläche schwimmen. Weil sie außerdem im Wasser gelösten Stickstoff aus der Luft nutzen können, haben sie gegenüber anderen Lebewesen einen entscheidenden Vorteil.

Wie erkenne ich Blaualgen?

Wenn Sie mit bis zu den Knien im Wasser stehen und Ihre Füße nicht mehr sehen können, sollte man das Gewässer eher meiden. Weitere Tipps dazu finden Sie hier.

Von asu/RND

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