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Wissen Gemüse für Anfänger: So klappt es mit dem Gemüsegarten
Nachrichten Wissen Gemüse für Anfänger: So klappt es mit dem Gemüsegarten
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14:00 03.04.2019
Ein Kinderspiel: Mit Radieschen machen Neugärtner nie etwas falsch. Sie sind so robust, dass sie unter (fast) allen Bedingungen gedeihen. Quelle: Pixabay
Köln

Sie haben Ihren grünen Daumen gerade erst entdeckt? Kresse ist das Anspruchsvollste, das Sie jemals selbst angebaut haben? Und jetzt liegt da dieses Stück braune Erde und Sie würden es gern in ein fruchtbares Gemüsebeet verwandeln und möglichst bald ganz viel knackiges Gemüse ernten? Kein Problem. Autorin Anja Klein hat viele wertvolle Gartentipps für Hobbygärtner. Auf ihrem Blog „Der kleine Horrorgarten“ beschreibt sie, was in ihrem Garten wächst und gedeiht und was dafür notwendig ist. Welche Gemüsesorten für Anfänger geeignet sind und wie das Ernteglück in greifbare Nähe rückt, lesen Sie hier.

Ernteglück für den Gartenanfänger

Eigentlich ist die Sache ganz einfach. Im Frühling steckt man einen Gemüsesamen in die Erde, gießt ab und zu, jätet aufkeimendes Unkraut, versorgt die Pflänzchen zwischendurch mit frischen Nährstoffen und schwups – schon ist der Tag der Ernte gekommen. So sieht es jedenfalls im Gärtnerparadies aus. Im echten Leben ist es leider anders: Da ist es zu kalt oder zu warm, zu feucht oder zu trocken, die Gemüsepflanzen hungern oder leiden an Überversorgung und im Hinterhalt lauern Horden gefräßiger Gartenbewohner. Kaninchen, Schnecken, Blattläuse, Raupen – alle wollen sie ein Stück vom Ernteglück abhaben. Aber ganz so schlimm muss es nicht kommen, solange Sie ein paar grundlegende Dinge beachten und von den Gemüsediven zunächst die Finger lassen. Für ein Anfängergemüsebeet empfehle ich stattdessen folgende Sorten:

Radieschen: Für Neugärtner perfekt geeignet

Radieschen haben wenige Ansprüche an den Boden, brauchen kaum Nährstoffe und wachsen schnell – die erste Ernte steht schon sechs bis acht Wochen nach der Aussaat an. Die Samen werden im Frühjahr, sobald sich der Boden bearbeiten lässt, etwa einen Zentimeter tief und mit einem Abstand von vier bis fünf Zentimetern untereinander und 15 Zentimetern zur nächsten Gemüsereihe gesät. Die ersten Exemplare werden geerntet, sobald sie kirschgroß sind, dann haben die anderen mehr Platz zum Wachsen. Zu große Knollen sind oft holzig. Bis in den September hinein können Sie regelmäßig Radieschen nachsäen.

Anfängertipp: Nicht austrocknen lassen! Radieschen mögen es gleichmäßig feucht. Bekommen sie zu viel oder zu wenig Wasser, platzen sie oder werden unangenehm scharf.

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Salat: Sehr unkompliziert ist Pflücksalat

Wenn Sie bislang nur die paar Sorten kennen, die es im Supermarkt gibt, werden Sie sich wundern – Salat hat so viel mehr zu bieten. Sehr unkompliziert im Anbau ist Pflücksalat. Er wächst fast so schnell wie die Radieschen, schon acht bis zehn Wochen nach der Aussaat können die ersten Blätter geerntet werden – lässt man die Herzblätter stehen, sogar mehrfach. Gesät wird ab Ende März bis Juli/August direkt ins Beet. Die Samen müssen nur leicht mit Erde bedeckt werden, der Abstand zur nächsten Gemüsereihe beträgt 25 Zentimeter. Ein bisschen mehr Zeit (zehn bis zwölf Wochen) und Platz (rund 25 bis 30 Zentimeter) braucht Kopfsalat.

Anfängertipp: Rote Sorten sind weniger anfällig gegen Schneckenfraß.

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Buschbohnen: Im warmen Boden säen

Eine Bauernregel sagt, Bohnen wollen die Glocken läuten hören, eine andere, man soll sie barfuß säen. An beiden Sprüchen ist etwas dran. Bohnen sät man von Anfang Mai bis Mitte Juli in den warmen Boden, nicht tiefer als zwei bis drei Zentimeter. Dabei hat sich die Saat in Horsten bewährt, soll heißen, immer sechs Bohnen dicht zusammen in die Erde stecken. Bis zum nächsten Horst einen Abstand von 40 Zentimetern und bis zur nächsten Gemüsereihe von 50 Zentimetern wählen. In der ersten Woche die Reihen mit Vlies, Brettern oder Reisig gegen Vogelfraß schützen. Danach kann man den Bohnen bei guter Witterung beim Wachsen zusehen.

Anfängertipp: Regelmäßig ernten, denn je öfter Sie ernten, desto mehr Bohnen wachsen nach.

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Zuckererbsen: Vor dem Säen in warmes Wasser legen

Zuckererbsen schmecken einfach köstlich. Gesät wird von März bis Juni. Am besten die Samen einen Tag in Wasser einlegen, dann keimen sie schneller. Dabei Erbsen, die oben schwimmen, aussortieren. Zuckererbsen werden fünf bis sechs Zentimeter tief, mit einem Abstand von drei bis vier Zentimetern untereinander und 40 Zentimetern bis zur nächsten Gemüsereihe gesät. Sie brauchen eine Stütze aus Hasendraht oder Zweigen, und sollten auch dieses Saatgut in der ersten Woche mit Vlies oder Brettern vor Vogelfraß schützen. Bis zur Ernte vergehen drei Monate.

Anfängertipp: Genügend Abstand zur Bohnenreihe lassen: Die beiden Gemüse mögen sich nicht so gerne.

Mangold: Feuchte Erde und Dünger genügen ihm

Mangold gibt es mit gelb, rot und grün leuchtenden Stielen. Man unterscheidet Blatt- und Stielmangold. Geerntet werden die jungen Blätter, das Herz bleibt stehen und garantiert eine lange Erntezeit. Gesät wird von Ende März bis Ende Mai. Blattmangold wird drei Zentimeter tief, mit einem Abstand von 15 bis 20 Zentimetern untereinander und 30 Zentimetern bis zur nächsten Gemüsereihe, Stielmangold ebenfalls drei Zentimeter tief, mit einem Abstand von 25 bis 30 Zentimetern untereinander und 40 Zentimetern bis zur nächsten Gemüsereihe gesät. Geerntet wird Blattmangold ab Juni, Stielmangold ein wenig später.

Anfängertipp: Regelmäßig mit einem organischen Dünger versorgen.

Von RND / Anja Klein

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