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Wissen Nasa-Astronaut fotografiert orangenen Schimmer, der die Erde umhüllt
Nachrichten Wissen Nasa-Astronaut fotografiert orangenen Schimmer, der die Erde umhüllt
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11:05 14.11.2018
Airglow, Nachthimmellicht Quelle: NASA
Hannover

Die Astronauten auf der Internationalen Raumstation haben einen ganz besonderen Blick auf unsere Erde. Diese außergewöhnliche Perspektive kann nachdenklich machen – der deutsche Astronaut Alexander Gerst berichtet zum Beispiel, wie erschreckend es sei, von oben zu sehen, wie immer mehr Regenwald gerodet wird oder immer mehr Gletscher verschwinden. Doch oft genug ist der Blick aus den Fenstern der ISS auch spektakulär und faszinierend.

So wie das Bild, das ein amerikanischer Astronaut im Oktober aus rund 400 Kilometern Höhe über Australien aufgenommen hat. Darauf ist ein leuchtendes orangenes Band zu sehen – bekannt als Airglow oder Nachthimmellicht. Das Phänomen entstehe, wenn Moleküle wie Stickstoff und Sauerstoff durch ultraviolette Strahlung angeregt würden, erklärt die Nasa. Die Atome aus der unteren Atmosphäre stoßen dann aufeinander und verlieren bei der Kollision Energie. Das Ergebnis ist das leuchtende Nachthimmellicht.

Alexander Gerst beobachtet seltene Glorie

Wissenschaftler können mit Hilfe des Airglows etwas über die Bewegung von Partikeln an der Grenze zwischen Weltraum und Erde herausfinden. Am 7. November wollte die Nasa eigentnlich auch den Satelliten ICON ins All schießen. Er soll die Grenze zum Weltraum besser untersuchen und so unter anderem helfen, das Zusammenspiel zwischen dem Erdwetter und dem Weltraumwetter besser zu verstehen. Der Start musste aber verschoben werden. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Auch Alexander Gerst hat vor Kurzem ein besonderes Phänomen an Bord der ISS fotografieren können – eine sogenannte Glorie. Das ist ein optischer Effekt in den Wolken, den man oft vom Flugzeug aus oft beobachten könne, schrieb der deutsche Astronaut auf Instagram dazu. Dass die runde Regenbogen aus dem All zu beobachten ist, ist aber eher selten. Denn dazu brauche es ganz besondere atmosphärische Bedingungen, erklärt die Esa.

Von RND/asu

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