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15:41 31.07.2019
Wer eine Fahrradtour plant, sollte unbedingt an Regenkleidung denken. Wasserfeste Gepäcktaschen sind ebenfalls ein Muss. Quelle: Pixabay (Symbolbild)
Hannover

Rucksack packen, Fahrrad schnappen und los geht es. Viele mögen sich eine Fahrradtour so vorstellen. Dass aber auch die vernünftig geplant werden muss und was sich unbedingt im Gepäck befinden sollte, erklärt René Filippek vom Bundesverband Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club (ADFC).

Standard-Fahrrad: Oft nicht belastbar

Wann ist mein Fahrrad für eine Tour geeignet?

Viele Standard-Räder haben ein maximales Gesamtgewicht von 120 Kilogramm. Wenn das Rad also schon 15 Kilogramm wiegt, muss ich mir überlegen, wie viel Gepäck ich mitnehmen kann – das Gesamtgewicht ist sonst schnell überschritten. Die Angabe findet sich meistens in der Betriebsanleitung der Fahrräder.

Günstige Räder haben auch oft keine sehr belastbaren Gepäckträger. Sie sollten aber mindestens 25 Kilogramm tragen können. Ob das Fahrrad ansonsten in Schuss ist, lässt sich am besten von einer professionellen Fahrradwerkstatt überprüfen.

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Fahrradtour: Was dabei sein muss

Welches Werkzeug sollte ich unbedingt mitnehmen?

Gerade für Fahrräder finden sich unglaublich viele verschiedene Multitools. Man sollte darauf achten, dass die Schrauben wirklich für das Fahrrad passen, denn sonst bringt das Tool nichts. Außerdem sollten verschiedene Inbusschlüssel, ein Reifenheber, Flickzeug und Kettenöl unbedingt mit dabei sein.

Was für Gepäck brauche ich?

Das kommt vor allem darauf an, wo und wie man übernachten möchte. Wenn man ausschließlich in Hotels schlafen wird, ist das unkomplizierter, als zu zelten. Beim Zelten braucht man schließlich Zelt, Schlafsack und Isomatte. Man sollte aber nicht auf die Idee kommen, für jeden Tag neue Kleidung mitzunehmen, das ist unnötig. Wer eine kleine Tube Waschmittel dabei hat, ist bestens vorbereitet. Generell gilt: So viel wie möglich, so wenig wie nötig.

Brauche ich spezielle Kleidung?

Ich würde jedem empfehlen, eine Radhose mit Sitzpolster zu kaufen – vor allem, wenn man mehrere Stunden radelt und ungeübt ist. Professionelle Kleidung ist eigentlich nicht nötig, aber wer Schuhe mit einer relativ steifen Sohle hat, hat eine bessere Kraftübertragung in die Pedale. Bitte außerdem immer an Regenjacke und Regenhose denken. Ein schöner Ausflug ist schnell vorbei, wenn man komplett durchgenässt ist. Das gilt auch fürs Gepäck: Die beste Anschaffung sind wasserdichte Packtaschen.

Was gibt es bei der Verpflegung zu beachten?

Auch wenn man vielleicht plant, die Abende in Hotels zu verbringen, sollten einige Müsliriegel im Gepäck sein. Wer zelten möchte, muss natürlich mehr Verpflegung mitnehmen oder vorab den Besuch von Supermärkten mit einplanen: am besten direkt die Öffnungszeiten notieren. Ganz wichtig: Bei jeder Tankstelle die Wasserflaschen wieder auffüllen und immer genug trinken.

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Planung: Woran man denken muss

Wie genau muss ich meine Tour planen?

Gerade Anfänger sollten ihre Tour genau planen. Schließlich ist es wichtig, zu wissen, wo man ungefähr wann ist. Wenn man in einer ländlichen Umgebung unterwegs ist, möchte man schließlich auf keinen Fall nachts irgendwo in einem Wald stehen. Ebenfalls sollte man sich überlegen, welche Etappen man am Tag schaffen möchte – es sollte schon realistisch sein. Eine gute Vorbereitung schließt auch immer mit ein, zu wissen, wo auf meiner Tour Fahrradläden sind – es kann immer sein, dass man mal ein Ersatzteil braucht.

Wie lang sollte eine Etappe sein?

Radler, die noch nicht lange fahren, aber körperlich fit sind, schaffen in einer Etappe etwa 50 Kilometer. Wobei das auch immer auf das Gelände ankommt – in den Alpen zum Beispiel, kann auch schon nach 25 Kilometern Schluss sein.

Am besten sollte man die Strecke einer Etappe einmal zur Probe fahren, um zu sehen, ob das auch wirklich machbar ist. Man sollte sich auch überlegen, was man auf der Tour sehen möchte. Wer wirklich in erster Linie fahren will, der plant längere Etappen ein. Wer aber lieber in einem Dorf eine Burg besichtigt, im nächsten etwas essen möchte und im übernächsten sein Zelt aufschlägt, der plant kürzere Etappen ein.

Wo kann ich unterwegs schlafen?

Ich sollte mir auch überlegen, wo genau ich schlafen werden. Schließlich gibt es Hotels, die gar nicht möchten, dass man dort nur eine Nacht verbringt. Wer das vorab klärt, hat während der Tour weniger Stress. Wer ganz sichergehen möchte, kann sich unsere App „Bett + Bike“ herunterladen. Diese App vom ADFC zeigt etwa 5.800 fahrradfreundliche Betriebe. Man kann dort sein Fahrrad sicher unterstellen und in einigen Fällen sogar seine Kleidung waschen. Außerdem ist eine Kartenansicht verfügbar, die sämtliche Unterkünfte in der Umgebung anzeigt und mich dort hin navigiert.

Übrigens: Durch den Fahrtwind spürt man die Sonne vielleicht nicht so stark, aber Sonnencreme auf keinen Fall vergessen.

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Von Heidi Becker/RND

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