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Wissen Sturmschäden: Welche Versicherung zahlt welchen Schaden?
Nachrichten Wissen Sturmschäden: Welche Versicherung zahlt welchen Schaden?
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13:12 11.03.2019
Ein ordentlicher Sturm kann große Schäden anrichten. Quelle: iStock
Hannover

Es windet und stürmt: Wenn durch einen Sturm am Eigentum Schaden entstanden ist, ist das nicht nur ärgerlich, es kommt auch beim Beschädigten die Frage auf, welche Versicherung für welchen Schaden aufkommt. Im Allgemeinen gilt: Winde ab einer Stärke von 8 gelten erst als Sturm, das entspricht einer Windgeschwindigkeit von 62 Stundenkilometern. Die Versicherungen übernehmen also erst dann die angerichteten Schäden. Dies ist aber nicht der Fall, wenn grobe Fahrlässigkeit nachzuweisen ist – wie beispielsweise entstandene Schäden durch Fenster, die bei Sturm offen gelassen worden sind.

Da es keine reine Sturmversicherung gibt, sollte darauf geachtet werden, dass die Leistung in der Versicherungspolice erwähnt ist. In der Regel zahlen aber die Wohngebäude-, Elementar-, Hausrats-, Kasko- oder Haftpflichtversicherung entstandene Schäden.

Sturmschäden am Auto

Wird das Auto durch herabfliegende Äste oder Dachziegel beschädigt, werden die Schäden von einer Teilkaskoversicherung abgedeckt. Die Teilkasko tritt auch ein, wenn Autofahrer gegen einen umstürzenden Baum fahren - aber nicht, wenn der Baum bereits auf der Straße lag. Dafür sei ein Vollkasko-Schutz nötig. Schäden müssen Autobesitzer ihrer Versicherung möglichst schnell mitteilen, teilt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Hilfreich sei, die Schäden anhand von Fotos zu dokumentieren, so ein Sprecher.

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Auch an die Schadenminderungspflicht ist zu denken. Dazu gehört etwa, eine zerstörte Windschutzscheibe abzudecken, damit einlaufendes Regenwasser nicht noch mehr Schäden anrichtet. In Gefahr bringen muss sich dabei allerdings niemand. Tritt die Teilkaskoversicherung ein, werden Kunden nicht in der Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft. Eine vereinbarte Selbstbeteiligung wird aber fällig. Bei Vollkaskoschäden stufen die Versicherer Kunden im nächsten Kalenderjahr schlechter ein, es sei denn, diese haben einen sogenannten Rabattschutz vereinbart.

Sturmschäden am Haus

Hier übernimmt die Wohngebäudeversicherung. Sicher geht man, wenn man beim Abschluss der Gebäudeversicherung darauf achtet, dass Sturmschäden auch in den Leistungen erwähnt werden. Auch Nebengebäude wie eine Garage oder ein Gartenhaus sind meist mit abgesichert. Die Leistungen wären hier: Ein durch den Sturm abgedecktes Dach, ein entwurzelter Baum, der in das Wohnzimmerfenster gefallen ist, durch den Sturm entstandene Schäden am Mauerwerk oder am Schornstein. Sie leistet auch bei Folgeschäden, etwa wenn durch das kaputte Dach Regen eindringt und Fußböden beschädigt.

Durch die Elementarversicherung werden Wasserschäden durch Überschwemmungen abgesichert. Wenn also durch starken Regen, der durch den Sturm bedingt ist, der Keller überflutet wird, übernimmt die Elementarversicherung, die separat – neben der Gebäudeversicherung und Hausratsversicherung - abgeschlossen werden muss.

Schäden an der Einrichtung oder an Gebrauchsgegenständen, wie Möbel, TV-Geräte und anderer Hausrat, sind von der Gebäudeversicherung nicht abgedeckt. Hier greift die Hausratsversicherung.

Sturmschäden durch herabfallende Gegenstände

Wenn Dachziegel des Eigenheims auf parkende Autos stürzen oder herumfliegende Gegenstände Passanten treffen, tritt für Eigentümer die Haus- und Grundbesitzer-Haftpflichtversicherung ein.

Auch Mieter sollten sich absichern. Ein Beispiel: Wenn ein durch den Sturm herabstürzender Balkonkasten eine Person oder ein Auto trifft, kann auch der Mieter haftbar gemacht werden. Hier trägt die private Haftpflichtversicherung den Schaden.

Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie bei der Verbraucherzentrale.

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Von RND

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